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Band VII.
II. Abschnitt: Nervöse Störungen nach Verletzungen der AVirbelsäule und des Rückenmarkes.
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DI.
1er:
Name
und
Regiment
Art, Ort und
Tag derVerletzung
Krankheitssymptonie
gleich nach der
Verletzung
Johann G eu,
1. Brandenburgi-
sches Infanterie-Regiment No. 24.
Gewehrschuss.
Le Mans,10. Januar 1871.
Eintrittsstelle einerGewehrkugel am hin-teren Rande des rechtenUnterkiefers. Austritts-stelle an der linken Seitedes 5. Halswirbels. Läh-mung beider Oberextre-mitäten , Parese derunteren.
Diagnose
Verlauf
Rücken-
marks-
erschütte-
rung.Später Be-wegungs-störungen
undAtrophieeiner Ober-extremitätdurch Ver-letzung desplexus.
1875: Dieselbe Umfangsdifferenz und aktive Bewegungsbeschränkung.Senkrechten leicht. — 1883: Lebt in Kietz.
Die Parese verlor sich rasch, auchdie Lähmung verschwand auf derlinken Seite bald, auf der rechtenbesserte sie sich nach mehrmonat-licher Anwendung des konstantenStromes derart, dass die Beugungund Streckung im Ellenbogenge-lenke und in den Fingergelenkeneine freie, im Schultergelenke nurnoch beim Heben eine beschränktewar. Die Muskulatur des Armeswurde atrophisch.
August 1871: Abmagerung desrechten Armes um 1 '/2 cm. Erhebungbis zur Horizontalen möglich.Passive Erhebung des Gliedes bis
Quelle
Kranken-Journale
undInvaliden-Akten.
XI.
XII.
im
Franz Christ,
6. Pommersches
Infanterie-Regiment
No. 49.
Leichter Streif-schuss über demlinken Ohre undSturz von einem15—20 Fuss
hohen Felsen.
Gravelotte,18. August 1870.
Partielle Lähmung(Parese '?) der Unter-extremitäten, Schwächeder Blase.
Carl Schwandt,
Garde-Jäger-Bataillon.
Gewehrschuss.
St. Privat,18. August 1870.
Rücken-rnarks-
erschütte-
rung.
Später
Symptome
einesschwerenSpinal-leidens.
1873: Klagen über Schmerzen inden Beinen und an der Lenden-wirbelsäule, die sich bei Berührungsteigern. Atrophie der Muskulaturbeider Unterextremitäten. Abnahmedes Tastsinnes in denselben. Gehenunter Zittern nur an 2 Stöckenmöglich.
Invaliden-Akten.
Eingangsöffnung derKugel oberhalb deslinken Schlüsselbeins,Ausgangsöffnung dichtneben der Wirbelsäulerechts in der Höhe des7. Brustwirbels. DerSchusskanal verlief querüber den Rücken. DerVerletzung folgte un-mittelbar eine moto-rische Lähmung derUnterextremitäten, Un-vermögen des Urinirensund der Defäkation, so-wie Anästhesie der un-teren Körperhälfte. ImFeldlazareth konstatirteman eine Zertrümme-rung des Dornfortsatzesdes 7. Brustwirbels undnahm als Ursache derLähmung ein Blutextra-vasat im Rückenmarks-kanal an.
Rücken-
marks-
erschütte-
rung.
Der Zustand besserte sich wäh-rend des Aufenthalts des Verwun-deten in dem Johanniter - Zweig-Lazareth zu Potsdam soweit, dassEnde September 1870 dieAnästhesiefast gänzlich geschwunden, derStuhl und Urin normal war. Nurdie Bewegungsunfähigkeit der Beineblieb wenig gebessert. Wesentlichgefördert wurde die langsame Wie-derkehr der Gebrauchsfähigkeit derUnterextremitäten erst durch einelängere Badekur in Rehme währendder Sommer 1871 und 1872.
Als Seh. im Juli 1872 invalidisirtwurde, klagte er noch über grosseSchwäche in den unteren Glied-maassen, leichte Ermüdung bei Be-wegungen und Anstrengungen, des-gleichen über ziehende Schmerzen imVerlauf der Schenkelnerven. Ausser-dem hatte er Schmerzen im Schuss-kanal und periodisch ein starkes Op-pressionsgefühl auf der Brust. DerInvalide lebt undistl883im Bureau-dienst angestellt. „Schwäche" derBeine soll noch immer vorhanden sein.
Kranken-JournalundInvaliden-Akten.
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