IV. Abschnitt: Kämpfe links der Mosel und EinSchliessung von Metz.
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neekorps, nachdem da*sareth des Gardekorp,an das 6. Feldlazarettis 10. am 6. Septem],;-Reservepersonal de,' am 25. August durd
jardekorps waren mjust im Ganzen 9 auf-gte theils durch 1».leu-Etablirungen vontee, nämlich des 9. und■eths III. Armeek«n(Vergl. vorstehend..ind der rasch darnachdlazarethe des Garde-gen Schlachtfelde zo
tfelde des 18. Augustdes XII. (KöniglichAdern das 9. bereitsichirt war, im Laufesbenfalls in Roncourtekorps nachgeschickt
.alten des Gardekorpäm) Armeekorps ge-August noch anderetablirte Feldlazarettelie äusseren Verhalt-ken hatten, überallhe Rücksichten dieidig machten, andern-durch Entlassungenhatte.
ei Colombey—Nouillyikorps in Colombey—ionville —Mars la Tourareth III. Armeekorpsselben Armeekorps inkorps in Mars la Tourn Vionville. Von denivat betbeiligten: das4. Feldlazareth VII.,>n des 2. FeldlazarettsFeldlazareth desselben.areth IX. Armeekorps;h III. Armeekorps in
3r Zeit für die Pflegeihaft gehaltene Feld-X. Armeekorps amSnigl. Sachs.) Armee-dlazareth II. Armee-3ois 208, sowie das
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4. Hessische Feldlazareth am 24. August in Montignyla Orange 284 Französische Verwundete übernahm und das7. Feldlazareth VIII. Armeekorps in Gravelotte an dieStelle des 2. und 4. Feldlazareths VII. sowie des 1. Feld-lazareths VIII. Armeekorps trat.
Das Bestreben der Sanitätsleitung bei der Einschlies-sungs-Armee ging dahin, die Verwundeten von den Ruhr-und Typhuskranken und letztere beiden Kategorien von ein-ander zu trennen; diese Absicht liess sich aber nur thcil-weise verwirklichen, weil die Dörfer um Metz noch mitVerwundeten gefüllt waren und eben diese Ortschaftenauch den Ruhr- und Typhuskranken Unterkunft bietenmussten. Wo sich in Folge dessen keine Trennung derverschiedenen Gruppen der Pflegebefohlenen nach Ort-schaften ermöglichen liess, wurde wenigstens räumlicheTrennung im Orte selbst angestrebt. So wurden bis zumSchlüsse des August 11 Feldlazarethe vorzugsweise fürinnerlich Kranke bestimmt.
Auf dem rechten Moselufer etablirte das I. Armeekorpssein 11. Feldlazareth am 29. August in Vigy, das VII. Armee-korps sein 11. Feldlazareth am 27. August in Mecleuves, sein5. auf dem linken Moselufer in Ars sur Moselle am 25. August;hieran anschliessend das III. Armeekorps sein 12. vorübergehendin St. Marcel, wo dasselbe in der Schule und einer Scheune vom21. bis 23. August Typhus- und Kuhrkranke, auch 37 Verwundeteaufnahm, um sie nach Verneville abzugeben und demnächst biszum 30. August in Etain zu verweilen (vergl. V. Abschnitt„Vormarsch"); das II. Armeekorps die 1. Sektion seines 10. Feld-lazareths am 29. August und das IX. Armeekorps das 3. HessischeFeldlazareth am 27. August in Briey, sein 5. Preussisches Feld-lazareth am 23. August in Moutier, das 5. Hessische am 28. Augustin Pierrevillers und das 6. Hessische am 30. August inMoyeuvre,das X. Armeekorps sein 9. am 21. August in Marange und sein3. am 22. August in Haueoncourt.
Die Zahl der bei Beginn des September um Metzetablirten Feldlazarethe betrug somit (unter Ausschluss desoben erwähnten 12. Feldlazareths 111. Armeekorps) 55.
Im Allgemeinen wirkten die Feldlazarethe um Metzuuter sehr ungünstigen Verhältnissen. Manche Schwierig-keiten, welche schon gelegentlich der Schlachten beiVionville—Mars la Tour und bei Gravelotte—St. Privathervorgehoben worden sind, bestanden für einen nichtgeringen Theil der Lazarethe während der ganzen Dauerder Einschliessung fort. Dahin gehört vor Allem der Um-stand, dass zahlreiche Etablirungen entweder in den Ortenselbst stattfinden mussten, welche (einschliesslich des Kampfesbei Noisseville) in vier opferreichen Schlachten die haupt-sächlichsten Entscheidungsstätten abgegeben hatten, oderdoch in so grosser Nähe derselben, dass die Verwundetenund Kranken ebenso wie die Gesunden den durch unge-nügende vorläufige Bestattung der Gefallenen') begünstigtenkadaverösen Ausdünstungen unmittelbar ausgesetzt blieben.Auch abgesehen davon musste der insalubre Zustand fastaller Dörfer 2 ) Gefahren für die Gesunden heraufbeschwören,
Vergl. Seite 65, sowie 82 ff.Vergl. Seite 66.
eine geregelte Lazarethbehandlung nach jeder Richtungerschweren und die Resultate der Behandlung — namentlichder Verwundetenpflege — beeinträchtigen. Ueberall lagen dieDüngerhaufen vor den Häusern auf der Strasse und warenvielfach zu ungeheuerer Ausdehnung angewachsen. So musstenin Colligny (dem Etablirungsort des 7. Feldlazareths VIT.Armeekorps) vier "Wagen eine volle Woche hindurch täglichvon früh bis Abend fahren, um den im Orte angesammeltenDünger auf die benachbarten Felder zu schaffen. Die Un-reinlichkeit in den von Geschossen und Feuersbrünstenverschonten Häusern machte einen grossen Theil derknappen Unterkunftsräume zur Krankenbehandlung weniggeeignet, zumal dieselben ohnehin fast ausnahmslos niedrig,klein, schlecht gedielt oder nur mit festgestampftem Lehm-boden versehen waren. Auch die Scheunen stellten wegender landesüblichen Bauart der Gehöfte im Allgemeineneinen sehr mangelhaften Nothbehelf dar. Dieselben bildetenmeist keine besonderen Gebäude, sondern waren mit denWohnräumen und Ställen unter einem Dache vereinigt.Die allein verwendbare schmale Tenne, stets auf einerSeite vom Stalle begrenzt, besass nur ein an der Strassegelegenes Thor, welches den einzigen Zugang für Lichtund Luft bildete; ein hinterer Ausgang fehlte. Wegen derTiefe der Gebäude war der hintere Theil der Tennedunkel, daher unbrauchbar. Unter diesen Umständen ge-wann die Krankenbehandlung in Baracken vor Metz eineimmerhin grössere Ausdehnung, als auf den übrigen Kriegs-schauplätzen mit Ausnahme der Etappenlinien, 1 ) und wäreohne Zweifel noch weit mehr ausgedehnt worden, wenn derBeschaffung des Materials nicht die grössten Schwierigkeitenentgegengestanden hätten. 2 ) Eine umfangreichere Ver-wendung von Zelten blieb durch die Ungunst der Witterungausgeschlossen.
Den Verpflegungsschwierigkeiten halfen vielfach dieDepots der freiwilligen Krankenpflege mehr oder wenigerab; der schon häufig erwähnte Wassermangel 3 ) hingegenbildete auch in den Lazarethen eine schwer zu überwindendeKalamität.
Die grosse Zahl Schwerverwundeter, welche anfangsdie Lazarethe um Metz füllte, später die noch grössereZahl von Ruhr- und Typhuskranken stellte an das ärztlicheund Pflegepersonal die höchsten Anforderungen, denen zugenügen um so schwerer fiel, als ein beträchtlicher Theildes Sanitätspersonals selbst von den Seuchen ergriffen ward.Mit Absicht vertheilte die Sanitätsleitung die Feld-lazarethe (somit auch die Kranken) auf eine möglichstgrosse Zahl von Ortschaften; nur in Pont ä Mousson, wosich sogleich nach den Schlachten vom 16. und 18. Augusteine gewaltige Menge Verwundeter angestaut hatte, 4 ) welcherOrt überdies namentlich während der ersten Zeit der Ein-
') Vergl. das Kapitel „Zelte und Baracken".«) Vergl. Seite 66.
3 ) Vergl. insbesondere Seite 67 und 75.*) Vergl. Seite 112 und 121.
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