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Teil 2, Die mittelhochdeutsche Literatur Abschn. 2. Blütezeit Hälfte 2 (1935) Schlußband
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650 Lehrhafte Dichtung des 14. und 15. Jahrhunderts

Zur mnd. Medizin, Nd. Korrbl. 22, 69-71 (über mnd. dem Gothaer Arzn. verwandte Arznei-bücher). Borchling, Die mnd. Arzneibücher, Extrait de Janus Jahrg. 7 (1902).v. Oefele, Zur mnd. Medizin, Nd. Korrbl. 22, 49 f. (eine Stelle des Gothaer Arzneibuches stimmtüberein mit einem ägyptischen Pypyrus). F. v. Oefele, Angebliche Practica des Bartholo-maeus von Salerno, Schüler des Constantinus Salernitanus usw., ohne Ort u. Jahr (s. Berl. JB.1901 S. 166); F. v. Oefele, Mnd. Parasitologie, Arch. de Parasitologie 5, 1902, 67-94. W.Kassun, Das Utrechter mnd. Arzneibuch grammatisch untersucht, Hamburg. Diss. Auszug 1922,dazu Agathe Lasch, Nd. Korrbl. 39, 13. A. Elvert, Sprache und Quellen des WolfenbüttlerHeilkräuter- und Arzneibuches, Hamburg. Diss. Auszug 1923, dazu Nd. Korrbl. aaO. Libellusherbarius mnd. s. Zacher, ZfdPh. 12, 201 f. Meister Heinrichs v. Braunschweig Vorschriftengegen Scorbut, hgb. vonW. H. Mielck, Nd. Jb. 27, 1901, 139-41. Mnd. Arzneibücher s. auchNd. Jb. 15, 105-49; Nd. Korrbl. 24, 50 f. 94 f. Astronomisch-medizinischer Traktat, Priebsch,Dt. Hss. in England I S. 140. Gedicht vom Sternkreise, Petersburger Hs. von 1428, ein anderesin einer Wolfenbüttler Hs., ein drittes Von der Weltschöpfung und der Kraft der Gestirne,Jellinghaus 3 aaO. S.25. Nd. Steinbücher ebda. Suolahti-Psilander, ZfdWortforschung10, 225 f., Ein alter Ausdruck der deutschen Arzneikunde (mnd. huk). K. Regel, Zwei mnd.Arzneibücher, Nd. Jahrb. 4, 5-26. 5, 61-100; Arzneibuch des Nikolaus Frauenlob 15. Jh. (un-gedruckt): Sudhoff, Stammler Verfasserlex. 1,657. W. Crecelius, Rezepte für Bereitung vonKräuterbier (15. Jh., mnd.), Nd. Jahrb. 4, 89 f. Nd. Rezepte: Stammler, Mnd. Leseb. Nr. 44S. 66 u. Anm. S. 139. Diätregeln: Priebsch, Dt. Hss. in England I S. 314 f. (nd.); J. Klapper,Mittelalterl. Gesundheitsregeln in Schlesien, Mitteil. d. Schles. Ges. f. Volkskde 33, 1933.

Kochbücher. Kalender

Kochbücher geben Anweisungen, was und wie man kochen soll, es sindalso Lehren der Kochkunst.

Das Buch von guter Speise mit Einleitung in 10 Reimpaaren, die be-ginnt Diz buoch sagt von guoter spise, in der Würzburg, (jetzt Münchener) Hs.des Michael de Leone (s.oben) um 1350, darum auch Würzburger Kochbuchgenannt. 1

Das Kochbuch von Maister Hannsen des von Wirtenberg Koch, BaslerHs. von 1460, ist mit einem gewissen Humor gewürzt; Auszug von Wacker-nagel, ZfdA. 9, 365-73, wo noch weitere handschriftliche Kochbücher ver-zeichnet sind. Ein alemannisches Büchlein von guter Speise, hgb.Birlinger München. SB. 1865 Nr. 2. 3 u. SA. (mit Verzeichnis anderer Koch-bücher), vgl. Anz. f. Kunde d. dt. Vorz. 1865, 439.

Den Kalender betreffende Schriften sind mehrere vorhanden, die zum Teilzugleich Gesundheitsregeln geben. Am wichtigsten ist Das heilige Namen-buch des Konrad vonDankrotzheim, 2 ein Gedicht (i.J. 1435), in dem die

1 Hgb. Maurer-Constant, Lit.Ver. 9, 1844; 34, 138^3, Cbl. 1880, 1590-92; Martin, ZumAuszug: Wackernagel, ZfdA. 5, 11-16. heil. Namenb. von K. Dangkr., Straßbg. Stud.Ders. LG. I 2 , 437; Naumann, Ad. Prosaleseb. 2, 501^4; Über Cisio-Janus als Schulbuch s.S. 118 f. Schröder erweist den König vom Johannes Müller, Quellenschriften u. Gesch.Odenwald als Verfasser, Die Gedichte des des deutschsprachl. Unterrichtes, 1882, 234ff.K. v. O. (s. ob.) S. 26 ff.; s. auch Schröder, Lit. s. Wackernagel, LG. I 2 , 365 f.;Gott. Nachr. 1917, 163. Goedeke, Grundr. I 2 , 306; Niewöhner,

2 Hgb. Karl Pickel, Das heilige Namenb. Stammlers Verfasserlex. 1, 401^03. R-von Konrad Dangkrotzheim mit einer Unter- v. Liliencron, Deutsches Calendarium aus d.suchung über die Cisio-Jani, 1878, dazu XIV. Jh., ZfdA. 6, 349-69 (die HeiligentageSteinmeyer, Anz. 6,88-91, Bech, Germ. 24, jedes Monats und für jeden Monat bemerkt,422-27, Roediger, Zs. f. d. Gymnasialwesen ob manlassen" [zu Ader lassen] soll).