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Nachtrag.
N1CAEAGUA (12° N. B.). Bernhard, Bericht überdas Vorkommen von Krankheiten im Staate Nicaragua(Göschen's Deutsche Klinik 1854. Nr. 8.). Mittl. Temp.ist 23° R., in Granada auf der Höhe 21°, die Schwankungbeträgt selten über 4° R. Endemisch ist Pachydermiaelephanthiasis, nicht aber Lepra, ausser in leichtenLepro'iden-Formen. Der Kropf kommt besonders in denGebirgen vor, aber nicht Cretinismus. Längs der Küstesind Wechsel-Fieber die häufigsten Krankheiten und derhöchste Grad der remittirenden Malaria - Fieber(calentura de la costa ö maligna) tritt gewöhnlich im No-vember ein bis Januar und Februar, hört auf mit Beginnder Regen - Zeit im Mai, ist also gleichzeitig mit derTrocken-Zeit und dem Austrocknen der Sümpfe. Es giltder Grundsatz, je stärker die Regen-Zeit war, um so stärkersind die nachfolgenden Fieber, zumal in den Küsten-StädtenSt. Jean del Norte und — del Sur, während es inden hochgelegenen Regionen leichter ist. Dort wird inder Fieber-Zeit zuweilen ein Drittheil der Bevölkerungvon Wechsel - Fiebern befallen. Chinin wird daher sehrviel gebraucht; als ein eben so gutes Mittel erwies sich dascedron, eine nussartige Frucht mit einem sehr bitterenPrincip (gr. 2 p. d.). — Dysenterie ist nächst demMalaria-Fieber die gefährlichste Epidemie, ohne bestimmteJahrszeit, besonders in Folge von Temperatur-Wechsel,kalter Nächte, ein Fallen der Temperatur auf 18° ist schonempfindlich. — Akute Entzündungen sind im Ganzen selten,die Pneumonien verhalten sich wie die in Europa,Croup hat Verfasser nie gesehen, häufig sind rheu-matische Affectionen, Anginen; Katarrh ist oft epi-demisch, zuweilen mit einem Exanthem [etwa Influenza];