Dass ich dort her vielleicht die be ste Hüll' mir holel —Vorwärts mit aller Macht und ganzer Schwingenstärk'!Hier gilt's, zu zögern nicht, — vorwärts, an's Werk —
an's Werk!! —
Der Vorhang schliesst sich.
Die Zeit (spricht weiter:)
Des alten König Winter Boten nun
Sie zieh'n wie er's befahl, in alle Lande. —
'Sist schwer, — sie haben wahrlich viel zu tun,
Nur Eingeweihte sind's zu tun im Stande.
Der Alte selber aber holt herbei
Die Eiseswichtelmännchen sich die kleinen,
Die auch ihm dienstbar sind; in langer Reih'
Sie sich um ihn gar emsiglich vereinen.
Vier mächt'ge weisse Bären anzuspannen
Hält er sie an, und fährt zum Pol von dannen —
Inzwischen aber keimen ungestört
Der ersten jungen Knospen zarte Sprossen,
Und, — ohne dass es ein Gelehrter lehrt, —
Ist Liebe in zwei jungen Herzen aufgeschossen. —
So war's von je, — so bleibt's im Lauf der Zeit,
Und ich, die Zeit, kann weidlich es bezeugen:
So lange Herzen schlagen weit und breit
Wird in der Jugend Herz zu Herz sich neigen. —
O seligste von allen Seligkeiten
Die Götter diesem Erdenrund bereiten! —
Wie oft in jeder Sprache doch besang
Die süsse Zeit man ja der ersten Liebe,
Und einst aus liebstem Dichtermund erklang
Dies Wort: „ach dass sie ewig grünend bliebe!"
So will ich singen jetzt von einem Paar,
Das in der Lebenssonne hellstem Lachen
Voll Engelreinheit Eins ist ganz und gar,
Umschmeichelt hold vom ersten Lenzerwachen.
Das ist ein Lied, das ewig man wird singen,
Und das, — so lange Welten steh'n — wird klingen!
Musik.
Der Vorhang öffnet sich.
Man sieht in einem Gemach, vor dessen Fenster die ersten Frühlings*
bluten an einem Bäumchen spr essen, ein bildschönes Liebespaar bc-einander sitzend kosen.
(Die Musik schweigt.)Der Jüngling lin hingegebener Stellung)
O meine Sonne Du, und ich Dein Stern!Denn ohne Dich müsst ich in Dunkel schmachten!Dein Licht umstrahlet mich durch Himmelsfern'.Und keine Finsternis kann mich umnachten!