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Kluge und nützliche Staatskunst oder politische Maximen nach denen Rubriquen, Regelen, Rathschlüssen, Ausprüchen und Ermahnungen deren vornehmsten und gelehrtesten Staats-Männern : worinnen zugleich ganz kurz die subtileste Staats- und Kunstgriffe enthalten sind, wie die geheimeste Concepten, Intriquen, Affecten, Paßionen, Listen Tücken, Gewohnheiten, Schwachheiten, Fehler, Neigungen, Begierden, Sitten, Tugenden und verborgenen Eigesnchaften der Menschen zu entdecken sind ...
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oder politische Maximen.17§. 17.So bald man aber von einem Monarchen, Fürsten oder voneiner Republic zu einer höhern Dignität erhoben ist; je grösser ist als-dann die Autorität und jemehr Gunst muß er alsdann acquiriren, aberauch je mehrere Sorgen werden erfordert, damit man die Gunst undAutorität des Magnaten und die Liebe des Volks bewahre (§. 16.).Es ist aber beschwerlich, da die Autorität, Gunst, Huld und Liebesehr veränderlich und unbeständig seynd, wann sie nicht durch Reich-thumen und Macht unterstützet seynd; dieweilen bey jetziger seltsamenWelt die Armut und das Unglück eine Verachtung zu seyn scheinen.Sehen wir nicht täglich bey der pöbelhaften Welt die Warheit dieses:Dum dives loquitur, verbum Salamonis habetur,Dum pauper loquitur, tunc Barbarus esse videtur.Ja, man kan sich nicht genug über die pöbelhafte Welt verwundern,daß, wann schon einer von der vornehmsten Familie herstammete,auch der Gelehrteste in vielen Wissenschaften, Künsten und Spra-chen, darzu from, tugendsam und mäßig lebte, in allen Weltsachenerfahren und alle erwünschliche Qualitäten besitzen thäte, wäre er aberbey allen seinen Geschicklichkeiten und Charactern nicht reich noch ver-mögend, so würde er doch bey dem gemeinen Volk und Gepöbels füreinen armen Tropf und Idioten angesehen seyn. Daher es höchstvonnöthen, daß ein Politicus durch Vermögen und Macht unterstü-tzet seye (§. 15.); weilen er sonderlich die Lieb, Gunst, Ehr und An-sehen dadurch bey vielen Menschen erlangen kan. Womit folgendesgar artig überein stimmet. Nemlich, es haben die Hebräer die Reich-thumen mit dem Wort HON (1777 oder חחים.) bedeutet; die Fran-zosen aber das Gold OR benamset, also daß, wann man diese beydeWörter combiniret und zusammen setzet, so erfolget das lateinischeWort Honor [Ehre] hieraus, welches so viel zu sagen hat, daß woGold oder Reichthum vorhanden seynd, daß auch allda Ehr, Anse-hen,