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Kluge und nützliche Staatskunst oder politische Maximen nach denen Rubriquen, Regelen, Rathschlüssen, Ausprüchen und Ermahnungen deren vornehmsten und gelehrtesten Staats-Männern : worinnen zugleich ganz kurz die subtileste Staats- und Kunstgriffe enthalten sind, wie die geheimeste Concepten, Intriquen, Affecten, Paßionen, Listen Tücken, Gewohnheiten, Schwachheiten, Fehler, Neigungen, Begierden, Sitten, Tugenden und verborgenen Eigesnchaften der Menschen zu entdecken sind ...
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oder politische Maximen.15Da nun keine Republik und Staat jemalen gewesen, in welcher nichtvortrefliche, berühmte und grosse Staatsmänner hervorgeleuchtet,und die nicht allein von wegen ihrer Autorität und Ansehen, sondernauch von wegen ihrer Macht und Gelehrtheit berühmt gewesen. Die-sen soll man in ihren Thaten, Rathschlägen und Rubriquen nachfol-gen. Nicht aber soll man hierauf sehen, was vor Ehr und Lob sieallein bey dem gemeinen Wesen darvon getragen, sondern durch wel-che Intriquen sie ihr Vermögen gesucht; ihre erworbene Meriten oderVerdienste, ihre inventirte Pratiquen; wie sie ihre Geschäften dirigi-ret haben, auf daß du in allem fliehen, und abweichen kanst, wodeinem Glück und Ansehen eine Gefahr vorstehet.16.Wann man nun einen Stand und Ort erwählet hat (§. 14.)allwo man mit einem Amt (oder Geschäft, oder Handlung, undwie es nur Namen hat) versehen worden, so muß die vornemlicheSorg hierauf verabzielen, daß man in Gunst und Estime bey dem Mag-naten oder bey der Republik stehe, und bey dem Volk in Autorität,Huld, Liebe und Hochachtung und dieses durch verschiedene ansehnli-che Verdienste um des gemeinen Wesetis Wohlfahrt (§. 3.). Esgilt aber hier wohl anfangen (wie ERASMUS hierzu ermahnet) wo-fern man nach höhern Aemtern streben will. Kurz, es heißet hiersich bey allen beliebt, geehrt und respectirt zu machen; sich in Gunstund Wohlgewogenheit bey allem zu stellen; alle Freundschaften zu un-terhalten; alle Feindschaften aber höchst zu meiden, und mit allen be-hutsam umgehen (§. 12.) und vorsichtig handelen. Demnach manden ersten gradum honoris oder Ehrenstaffel aufgestiegen, und dasAmt oder Geschäft einige Gemeinschaft mit andern erfordert, so me-nagire man sich also, daß andere nicht aus deinen Wörtern und Tha-ten klug noch witzig werden; weder soll man die Rathschlüsse, Mey-nungen, Gedanken und Concepten anderer widerstreben (§. 12.)weilen man daher öfters einer Stolzheit, Trotz, Hochmuth, oderHart=