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NEUERBURG.
in weisser, gelber, grüner und hellblauer Farbe. Roth kommt nur im Nimbus, den Büchern
der Evangelisten und in den Ornamenten vor.*
NEUERBURG,
Ortschaft im Kreise Bitburg. 1 Ueber dem Orte die Burg Neuerburg, das Stammschloss einesalten in der ersten Hälfte des 14. Jahrb. in seinem Mannesstamm erloschenen Geschlechtes.
12.Krankenciborium von vergoldetem Kupfer, beinahe 1 Fuss hoch. Wie aus der Abbil-dung ersichtlich, ist das Gefäss zweiteilig. Beide Tbeile sind aufeinander gestellte Ge-fässe mit doppelten Wänden, das untere dient zur Aufbewahrung des heil. Oeles, das oberezur Aufnahme der heiligen Hostie. Letaleres ist durch ein Scharnier mit dem aufhebbarenThurmhelm verbunden. Zum unteren Behälter des heil. Oeles gelangt man durch Abhebungdes Obertheiles. Verschluss und Verbindung erhalten beide Gefässtheile durch zwei anihrem Mantel in einandergreifende Scharnierringe, in welche der Stift eines vom Deckel aus-gehenden Kettchens eingreift. — Der Fuss ist glatt und rund; der Schaftknauf mit 6 in
Früherhin besass die Kirche in Pfalzel einen nunmehr in "Wien befindlichen geschnitztenAltar; vergl. Eye u. Falke: Kunst und Leben der Vorzeit. 27. 3. Unter den vielen vonS. Maximin in Trier nach Pfalzel gekommenen Reliquien befindet sich auch das sogen. Abend-mahlsmesser , ein kunstloser Gegenstand mit einem Hirschhorngriff u. silbernem Schriftband.Vom Moselgebiet sind noch folgende Gegenstände zu verzeichnen aus den Kirchen 1) vonHatzenport, ein schmiedeeiserner achteckiger goth. Kronleuchter in einem Nebenraum,und ein einfacher kelchförm. Taufstein bez. 1560. 2) von Bremm, auswärts eine schmiede-eiserne Kanzel bez. 1603 u. ebensolcher etwas früherer Lichtständer auf dem Söller. Diebei Klein 1. c. gerühmten Altäre.sind schlechtes Machwerk des 17. Jahrh. 3)Aldegund,gleiche Kanzel wie in Bremm, und handwerksmäss. Relief der Kreuzigung mit Donatorenauf dem Nebenaltar. 4) Karden, spätrom. Taufstein umstellt von 6 auf untergeschobenenspätem Capitellen ruhenden Säulchen; handwerksm. spätgoth. Altarrelief v. gebr. und be-maltem Thon, darstellend die Anbetung der Könige u. d. hh. Petrus, Paulus u. Castor;zwei gleiche kleine rom. Processionalkreuze von vergoldetem Kupfer, welche auf der Rück-seite in Gravuren ein Medaillon mit dem Bilde des Lammes und die 4 Evangelistenzeichen,auf der Vorderseite den Crucifixus in gegossener Figur (bei einem Kreuze erneut) aufeinem Fussbrett mit undurchbohrten nebeneinanderstehenden ■ Füssen zeigen; Madonnen-statue v. 1500 (Kugler kl. Sehr. II 271); Grabsteine in g. Fig. der 1439 gest. Marga-retha von Ehrenberg u. ihres 1447 gestorbenen Mannes Cuno v. Pyrmont, des Haupt-manns Friedrich Schwan v. Cochem f 1590, des Heinrich v. Eltz f 1552 und des Georgv. Eltz f 1565. 5) Münstermayfeld, spätrom. achteckiger Taufstein mit Kleeblatt-verzierungen auf dem Mantel u. umstellt von 4 Säulchen, spätgoth. Kanzel, ebensolches einf.Sacramentshäuschen, (beide bei Statz T. 135) spätgoth. h. Grab u. geschnitzter naturalist. Pas-sionsaltar d. 16. Jahrh. mit Anbringung von Brillen bei einzelnen Figuren, tüchtige hand-werksmäss. Grabsteine des Cuno v. Eltz f 1529 u. s. Frau Eva v. Esch f 1531.6) Cochem, Schöne Büste d. h. Martinus in getr.- u. theilweise vergoldetem Silber.14. Jahrh.; Grabstein des k. Hauptm. Niclas Keiser f 1569. 7) Neef, niedliches kleinesReliquiar von verg. Silber aus der Zopfzeit u. weibl. goth. Grabstein, verdeckt von derKanzel. 8) Berncastel, Gräbst, eines Ritters in g. Fig. v. 1372.Barsch, Eiffl. illustr. III, 1, 2, p. 535 f.