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3 = Abth. 1, Bildnerei (1868) Bildnerei
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ANDERNACH. MONREAL.

Die erste Zeile dürfte als Titel vor dem Elogium aufzulösen sein in: Gilbertus abbashujus monaslerii primus; das Zeichen zwischen quando und leo bedeutet nach Orelli In-script. III. p. 220: mortuus, welches Wort freilich nach Sinn und Vers hier überflüssigerscheint. Wahrscheinlich ist es im gegenwärtigen Falle als astronomische Figur für diebetreffende Stellung der Sonne anzusehen, da- letztere vom 23. July bis 23. August imZeichen des Löwen steht, mithin der Todestag Gilberts auf VIII. Id. August (6. August)fallt, was auch vom Kalendarium der Abtei bestäligl wird.

ANDERNACH

tritt als das römische Castell Antunnacum in die Geschichte, aus diesem entstand der mero-vingische Königshof (Antunacense castrum), welchen Kaiser Otto III. 998 der Marienkirchezu Aachen schenkte. Kaiser Friedrich I. gab 1167 den Ort selbst ans Erzstift Cöln. 1Die ältere Pfarrkirche, von welcher noch der nördliche Tburm besteht, ging 1198 zu Grunde,was Anfangs des 13len Jahrb. den uns erhaltenen schönen Neubau der jetzigen romanischenKirche veranlasste. 2

12.Relief über dem Südportal der Kirche. Zwei Engel halten das Lamm Gottes empor.Ungefähr 8' lang, 3£' hoch. 13tes Jahrhundert. Gute Arbeit.

MONREAL

im Mayengau. Die Pfarrkirche wurde 1210 von Graf Herman von Virneburg * und Erz-bischof Johann von Trier gestiftet.

13.Kreuz mit vier Löwen am Fusse von Basalllava auf dem Ausbau einer Brücke, früherangeblich an einem andern Standort. Höhe 14' 6". Obgleich die Füsse der Christusfigurnoch in der altern Weise neben einander stehen, zeigt doch schon der untere Kreuzesstammvorgeschrittene arolhische Formen.

geometr. Musterung an; Heideloff (Ornamentik d. Mittelalters H. XXI. PI. 3 c.) sah18 t 5 daselbst noch die schönen goth. Chorschranken. Ein mittelmäss. Grabstein in ganzerFigur des Eitters Cunrath Schillinck v. Lainstein, f 1539 befindet sich in der Kirche zuCottenheim.

1. Beyer und Eltester, Urkundenbuch, IL p. XXVIII. XXXVI. und CCIL

2. In der Kirche befindet sich ein denen zu Sayn und Unkel ähnlicher Taufsteiu auf 6kl. Säulen, in der westl. "Wand der Grabstein in g. Fig. des 1541 gestorb. Eitters DanielSchilling von Lahnsteiu, ein spätgoth. Tabernakel und h. Grab in gr. Figuren dieser Zeit,wie auch ein spätgoth. Kelch (Organ, f. christl. K., 1859, Nr. 22. Im südl. Thurme er-blickt man einen. Sarcofag mit noch unentzifferter Inschrift, innerhalb des Eheinthoreszwei rohe romanische Männergestalten ohne besondere Charakterisirung. Die „byzant.Sculpturreste", welche Braun am Eathhause (p. 11s. Schrift über das Judenbad zu Andernach.Bonn 1853) sah, vermochte ich nicht zu finden.

1. Zwei individuell geschnitzte und bemalte Holzbüsten, wol des Stifters und seiner Gattin,befinden sich im Pfarrhause. Vergl. Barsch, der Moselstrom p. 548.