REMAGEN.
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Annahme entgegen, unser Denkmal für das beim gothischen Umbau beseitigte Portal derromanischen Pfarrkirche zu halten. 7 In die Controverse der symbolischen Bedeutung dereinzelnen Figuren ist hier nicht der Ort einzutreten, 8 und begnügen wir uns, die letztemvollständig und genau festzustellen.
1) Von den vier Capilellen zeigte das zerstörtelinke jener beiden der Nebenthüre einen ge-fiederten Vogel; das rechte den am Halse ge-schuppten Kopf eines Drachen (dessen Leib sichauf dem anstossenden Steine fortsetzt) und un-ter demselben die Reste eines Vogels. Anden beiden Capitellen des Thorbogens erblickenwir links zwei bärtige Menschenkopfe , rechtsüber einem Blattkelche zwei gegen einanderliegende vierfüssige Thiere mit langem Schweif.
2) An den drei Pfeilern befinden sich folgendeDarstellungen: der erste Pfeiler links zeigtunten eine männliche Figur, welche mit beidenHänden einen Baum umfasst und nach derSichtbarkeit der Wurzeln auszurcissen scheint, darüber einen durch seine Tonsurcbaraklerisirten nackten Mann, der in einer Bütte sitzt, 9 zu oberst einen ins Hörnstossenden, von einem Hunde begleiteten Keiler, Zaum und Steigbügel fehlen
nicht.
Der zweite Pfeiler hat unten die Darstellung eines bärtigen Kriegers mit
Schild und Lanze, welcher auf eine ungeschickt gebildete menschliche Figur tritt,
oben einen geflügelten Drachen.
Der dritte Pfeiler vergegenwärtigt unterhalb
Simson mit langem Haar und Bart, wie er den Löwen zerreisst, auf welchem ergleich einem Reiter sitzt, und oberhalb einen geflügelten Drachen , der einenZweig im Maule hält.3) Der Thürsturz der Nebenthüre zeigt einen von zwei Greifen gezogenen Wagen,in welchem ein gekrönter bärtiger Mann sitzt, der zwei oben mit kleingeschwänz-ten Thierfiguren verzierte Scepter emporhält. Unzweifelhaft bezieht sich dieseGruppe auf Alexander d. Gr. Greifenfahrt. 10
kennzeichnet den Mangel an Methode, welche dessen geistvolle Arbeiten so oft schnur-stracks vom richtigen Ziele abführte. Die Eckblätter übersah auch Kugler kl. Sehr. II. 256.
7. Von der altern Kirche auf dem Berge dürfte das Portal um deswillen nicht herrühren,weil erstere noch stand, als letzteres schon seine jetzige Stelle neben dem Pfarrhauseeinnahm. Kleins Eheinreise, 2te Aufl. p. 481.
8. Um so weniger, da Major Stengel in "Wetzlar für die Jahrb. d. "Vereins v. Alterth.-Pr. imEheini. einen neue Deutung beabsichtigt.
9. Nach Braun Noah, nach Kinkel S. Theonast, nach Simrock Kwasir oder Gredel u. s. w.10. Eiggenbach, p. 60 des V. Jahrg. d. Mittheil. d. k. k. Centralcommission.