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3 = Abth. 1, Bildnerei (1868) Bildnerei
Entstehung
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DEUTZ.

Stellung der Holzschale weggenommen werden sollte. Von ehemaligen vier Statuetten aufdem Deckel finden sich noch drei: Maria mit dem Kinde, ein Kaiser mit Krone, Schwertund Reichsapfel und in der Mitte Heribert, ein Abbild der Abteikirche von Deutz tragend.

8. 8a. 8b.Spätgothischer Krummstab von vergoldetem Messing mit silbernen Verzierungen. AmKnaufe befinden sich Maria mit dem Kinde, Katharina, Johannes der Täufer, Petrus, Mar-garelha, ein andrer Heiliger, vielleicht Johannes Ev.; in der Krümmung einerseits Maria mitdem Kinde, andrerseits eine Märtyrerin mit der Palme. Hohe: 1' 2". 5

Taf. XLIIL1. la. Ib.Schrein des 1020 gestorbenen 6 h. Heribertus, Erzbischofs von Cöln und kaiserlichenKanzlers, dessen Gebeine nach ihrer 1147 geschehenen Erhebung in denselben gelegt wur-Dieses Prachtwerk der Emaillekunst und getriebenen Arbeit misst am Sockel 4' 10 "

len.

in der Länge, 16" in der Breite und 2' in der Höhe und hat die Form eines mit einemSatteldach überdeckten Sarcofages. Es muss in Zusammenhang mit den grossen Reliquien-schreinen in Aachen, Stablo, Kaiserswerth , Siegberg und Cöln, als Erzeugniss der grossenrheinischen Emailleschule betrachtet und in Rücksicht seines strengeren Stils früher wie dieerwähnten Schreine in die Mitte des 12. Jahrhunderts gestellt werden.

Der Kern des Schreines besteht aus einem mit vergoldeten Kupferplatten bekleidetenHolzbehäller. Auf dem durch getriebene Blattornamente verzierten Sockel erhebt sich der-selbe, an den Schmalseiten mit je einer getriebenen Figurengruppe, an den jederseits durfh7 Pilaster in 6 Nischen getheilten Langseiten durch emaillirte Propheten- und getriebeneApostelgestallen geschmückt. Die grösste Bedeutung beansprucht der Schmuck der beidenDachseilen: Umgeben von getriebenen Ornamenten, getrennt durch emaillirte Pilaster, findenwir hier das Leben des heiligen Heribert in 12 emaillirlen Medaillons verherrlicht.

Gehen wir zur Betrachtung des Einzelnen, so erblicken wir auf der Vorderseite in lastrunder getriebener Arbeit Heribert gleichsam in seiner Glorification. Er sitzt geschmücktmit den bischöflichen Insignien 7 auf einem Thron, umgeben von zwei weiblichen Figuren,die sich durch ihre Ueberschrift als Charitas und Humililas bezeichnen, überragt von einemMedaillon mit dem getriebenen Bilde des segnenden Heilandes, dessen Linke ein aufgeschla-genes Buch mit den Worten hält: Ego surri, qui sum. Zu Seiten Christi fehlt das A und0 nicht, ihn umgeben 5 emaillirte Engel. Auch auf den beiden Pfeilern erscheinen 4

5. Ein ehemals in der Heribertkirche befindliches kleines emaillirtes Eeliquiar ist in die Fürst-lich Hohenzollern'schen Sammlungen zu Sigmaringen übergegangen; auch soll nach einermündlichen Heb erlief er ung ein im städtischen Museum zu Cöln befindlicher Elfenbeinkamm(bei Bock, h. Cöln) aus der gleichen Kirche stammen.

6. Die Jahrbücher Ton Hildesheim geben das Todesdatum 1020 16. März.

7. Der im Besitze des Fürsten zu Hohenzollern-Sigmaringen befindliche, in'der Abtei zu Deutzgeschriebene Codex Theodorici enthält ein Bild Heriberte, welches sich im Heberle'schenAuctionscatalog der Geissel'schen Bibliothek, Cöln 1865, abgebildet findet.