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2 = Abth. 1, Bildnerei (1860)
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WESEL.

Schule hatte Ruf" und wahrscheinlich gehörte es zur Hansa. 12 Allein für seine reforma-torische Bewegung ward es auch den spanischen Heeren der Parma, Mendoza und Spinolapreisgegeben, u. war vom Jahre ,1614 bis zum 19. August 1629 von den Spaniern besetzt.

8. 8a.In der Kirche des ehemaligen Dominikaner-Klosters, der jetzigen katholischen Haupt-pfarrkirche 13 , aufbewahrter Messkelch von stark vergoldetem Silber spätgothischer Zeit, dessenFuss sich besonders durch den Reichthum seines Kunstschmuckes auszeichnet. Auf den6 Feldern desselben (8 a.) befinden sich nämlich Christi Verrath, Christus vor Pilatus, dieKreuztragung, Kreuzigung u. Grablegung in ciselirtcn Figuren aufgelegt. Der untere Randdes Fusses ist ä jour durchbrochen. Am Knaufe zwischen Kuppe u. Fuss befinden sich andrei der vorstehenden Buckeln in schwarz emaillirten gothischen Majuskeln auf silbernemGrunde die Hauptbuchstaben der Namen Josef, Maria u. Jesus; die drei andern sind mitSteinen besetzt. Da sich über der Gruppe von Christi Verrath die Wappen von Cleve mit8 Sceptern und das der Grafen von der Mark in roth und weiss emaillirten Würfeln befinden,so ist es keinem Zweifel unterworfen, dass dieser Kelch am Ende des 15ten oder Anfang deslöten Jahrhunderts von dem clevischen Fürstenhause, dem Karthäuser-Kloster auf der Gravinsel,wo die herzogliche Begräbnissstätte war, geschenkt ward, nach der Zerstörung des Klosterserst nach Xanten in das Karthäuser-Kloster kam und von dessen letztem Mönche der hiesi-gen Klosterkirche übergeben ward. ,4 Höhe 8 7+", Durchm. des Fusses 6 3 /-i", der Kuppe 4 l k".

11. S. im Gymnasialprogramm von Wesel 1853 Dr. II eirlemann's Vorarbeiten zu einer Geschichte

des höhern Schulwesens in Wesel, tste Abiheilung von 1516 bis 1543.

12. Werdenhagen, res Hanseaticae, bringt sogar eine Abbildung von Wesel. Eine Zeit lang war Wesel

auch Reichsstadt.

13. Vor dem Hochaltäre dieser Kirche liegt der Graf Dietrich von der Mark begraben, der die Kirche

nach dem grossen Brande 1354 wiederherstellte u. 1406 starb. Auf dem Grabe befand sicheine jetzt verschwundene Melallplaltc mit dem Bilde des Verstorbenen u. folgender Inschrift:üedrich de Marca vir nobilis hac jacet arca,Natus gelrensis Arburch Marcaque Clivensis,Anno milleno quadringeno quoque senoUrbani seslo discessit Rex memor estoAtque Maria pia sit tibi propilia. Amen.Als das Kloster auf der Gravinsel (Insula reginae coeli) 1590 zerstört ward, brachte man die5 herzoglichen Särge der dortigen Filrstengruft in die Pominikanerkirchc, wo folgende In-schrift auf einer Tafel links vom Altar in der Wand dies bezeugt:Ano. M. D. XC. die XXVIII. Oclob. e Cartusia insulae Reginae coeli in hoc monumentum translati F. R. illustriss. P. P. Adolphus Cliviae dux prinnis, Maria Rurgundaconiunx, Catharina filia, Catharina Adojphi soror, Maria, Gwilelmi prineipis maier.Pst. XXXIIII.Animae eorum in bonis demerentur et semen eorum hereditet lerram.Vergl. Fiedler, Reiträge zur Geschichte Wesels, ini Weseler Gymuasialprogramm von 1848.

14. Maria von Burgund Herzogin v. Cleve schenkte auch den Johannitern zu Wesel einen Kelch.

Lac. IV. 278.