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Traumatische, idiopathische und nach Infektionskrankheiten beobachtete Erkrankungen des Nervensystems bei den Deutschen Heeren in Kriegs gegen Frankreich 1870/71
Entstehung
Seite
381
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Band VII.

Kasuistik.

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Krankheitsverlauf.1872 bis 1885.

8.

Behandlung etc.9.

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Heftige Kopfschmerzen, daneben auch Schmerzen in den Extremitäten. Erbrechen und Prä-kordialangst. Ermüdungsgefühl bei anhaltendem Gehen. Allgemeinbefinden schlecht.Schlaf unruhig; leichte psychische Erregbarkeit.

Atrophie beider Sehnerven; zuerst linksseitige, dann rechtsseitige Erblin-dung. Exaltationszustände. Ataxie und lanzinirende Schmerzen. Ptosis.Gastrische Krisen und Hustenparoxysmen ohne nachweisbare Erkrankung derLuftwege.

Inkontinenz. Blasenkatarrh. Impotenz. Gedächtnissschwäche und psychischeDepression. Lanzinirende Schmerzen. Marasmus.

Westphal'sches Zeichen. Tuberkulosis pulmonum. Tod am 8. April 1880.

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Wurde auch wegen Ischias invalidisirt. In der Folge verbreiteten sich die Schmerzen überalle Extremitäten, waren bald hier bald dort stärker, hatten einen bohrenden Charakterund ihren Sitz in der Tiefe der einzelnen Theile, so dass der Kranke klagte,seine Knochenwürden angebohrt".

1873: Gürtelgefühl, rasende Schmerzen in der Magengrube; Erbrechenschleimiger Massen.

Myosis. Doppeltsehen. Gastrische Krisen. Allgemeine Abmagerung. HochgradigeAtaxie. Tabes.

Westphal'sches Zeichen. Im Uebrigen Fortbestand aller Erscheinungen, nur die gastrischenStörungen seltener und leichter.

Myosis und komplete Starre, sowohl auf Lichtreflex wie auf Konvergenz-stellung. Die lanzinirenden Schmerzen geringer, keine Erscheinungen seitens des Magens.Zunahme des Körpergewichts; Ataxie massig. Summen im Ulnarisgebiet beider Ober-extremitäten.

Patient geht an Stöcken, kann ohne zu fallen allein nicht stehen, sich nicht vom Stuhl erheben.Strabismus divergens. Ptosis dextr. Roth-grünblind. Einengung des Seh-feldes und Abnahme der Sehschärfe. Inkontinenz. Heftige Schmerzen beider Blasen- und Darmentleerung. Ataxie in allen Extremitäten. Kein Herz-klappenfehler, nie Gelenkaffektionen, nie apoplektiforme Anfälle. Objektive und subjektiveSensibilitätsstörungen. Westphal'sches Zeichen.

Patient hat nur inden ersten JahrenKuren gegen ver-meintlichen Rheuma-tismus u. gegen Ulcusventriculi Medika-mente gebraucht. Dieim Jahre 1880 konsta-tirte wesentliche Ver-besserung ist einemtherapeutischen Ein-griff nicht zu ver-danken.

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Scheinbare Besserung. Die periodisch wiederkehrenden Zustände von Beklemmung waren selten,die Schmerzen in den Beinen gering. Sexuelle Funktionen vollkommen intakt. DerKranke verheirathete sich.

Die Hauptbeschwerden machten die blitzenden Schmerzen in beiden Beinen und die Geh-störung aus. Der Kranke taumelte beim Gehen, schwankte beim Stehen und bei Wendungendes Körpers. Abnahme des Tastgefühls in den Unterextremitäten. Pupillen ungleichweit, im Allgemeinen mittelweit.

Schmerzhafte Zuckungen in den Wadenmuskeln. Incontinenz.

Doppeltsehen. Abnahme der Potenz.

Paralyse der Unterextremitäten. Lanzinirende Schmerzen in allen Gliedern. Ataxieder Arme. Myosis und reflektorische Starre, Beweglichkeit auf Konvergenz-stellung. Sehvermögen ungeschädigt. Incontinenz. Westphal'sches Zeichen.Deutliche Aorteninsuffizienz. Lautes diastolisches Geräusch, Verschiebung des Spitzen-stosses nach unten und aussen. Pulsus altus et celer. Nie Gelenkaffektionen, nie gastrischeKrisen, nie apoplektiforme Anfälle. Drucksinn an Unterextremitäten aufgehoben, ebensoTastsinn. Verlust der Vorstellung von der Lage der Beine. Faradische Muskelerregbarkeitan den Unterextremitäten herabgesetzt.

Kaltwasserkuren.Elektrizität. Argent.nitric. Seeale cornut.