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Traumatische, idiopathische und nach Infektionskrankheiten beobachtete Erkrankungen des Nervensystems bei den Deutschen Heeren in Kriegs gegen Frankreich 1870/71
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IX. Kapitel: Graue Entartung der Hinterstränge. (Tabes dorsalis '

Band VII.

Lau-fende

No.

1.

Name und Stand.

Datum der Geburt.

Verheirathet,

Zahl der Kinder.

2.

Aktive Militärdienstzeit.

Mitgemachte Feldzüge,

Charge.

3.

Heredität

und

Prädisposition.

4.

SyphilitischeAffektion.

5.

Angenommenes

ätiologisches

Moment.

6.

Initialsymptome1870/71.

7.

XXXIV.

J. B.,

Reitknecht.

15. Juli 1838.

1859 bis 1861.

1866, 1870/71,

freiwilliger Trainsoldat.

Stammt von ge-sunden Eltern undwar vor dem Feld-zuge nicht nerven-krank.

Unbekannt.

Nachdem er am

9. Oktober 1870bei Regen-wetter einen

anstrengenden

Marsch aus-geführt, darauf imFreien abgekochtund die Nacht zum

10. in den nassenKleidern biwa-kirt hatte,

fing er an, über

Schmerzen imKreuz und in denBeinen zu klagenund wurde darauf4 Wochen lang imRevier behandelt.Späterhin verspürteer eine Art Läh-mung und Erschlaf-fung in den Gliedern.

XXXV.

L. B.,

Arbeiter.

7. März 1839

1871 verheirathet,aber ohne Kinder.

1870/71,Trainsoldat.

Unbekannt.

Unbekannt

AnstrengendeMärsche und Er-kältungen in Bi-waks. Erkrankte

auf einemMarsche

an Brust- und

Rückenschmer-zen, sowie an über-grosser Mattigkeit.Die Schmerzenhatten ihren Sitz be-sonders in denKnieen. Im Jahre1871 wurde bereits

konstatirt: Zittern und Zuckungen in den Muskeln der Unterextremitäten, Ataxie, Brach'sches Symptom;geringe Verminderung der elektrischen Muskelerregbarkeit an den Beinen; Gürtelgefühl; Ameisenkriechen;abgestumpfte Sensibilität an den Füssen und Unterschenkeln. Herztöne rein. Diagnose: Tabes.

XXXVI.

H. Z.,

Bäcker.20. Juli 1841.

1864 eingetreten.

1870/71,

Vizefeldwebel.

Unbekannt.

Angeblich niesyphilitisch.

Erkrankte am8. August 1870,nachdem er dieSchlacht v. Wörthmitgemacht hatte,an Fieber undSchmerzen inden Beinen, warin verschiedenenLazarethen,kehrteaber geheilt zumTruppentheil zu-rück. Nachdem erbis zum Anfang1871 die Kriegs-strapazen mitge-macht hatte, be-fielen ihn vonNeuem

ziehende Schmer-zen von geringerHeftigkeit, haupt-sächlich an den Un-terextremitäten.

XXXVII.

E. v. Z.,Schreiber.22. Juli 1841.Unbekannt.

Berufssoldat?

1870/71,Unteroffizier.

Unbekannt.

Unbekannt.

Anstrengungenund Erkältungenwährend des Feld-zuges 1870/71.

Im Februar 1871heftige rheuma-tische Schmerzen,welche anfangsauf die Schulter-gelenke, später aufdie Rückenmuskelnlokalisirt waren.