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Traumatische, idiopathische und nach Infektionskrankheiten beobachtete Erkrankungen des Nervensystems bei den Deutschen Heeren in Kriegs gegen Frankreich 1870/71
Entstehung
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301
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Band VII.

VIII. Kapitel: Idiopathische Epilepsie.

301

rt a1877

ästen-

theil-

Lau-fendeNo.

Name,

Regiment,

Charge,

Alter.

Hereditäre

Belastung.

Erworbene

Prädisposition.

Erster

epileptischer

Anfall.

Aetiologie.

Form der Epilepsieund Verlauf.

Ausgang,Grad der Erwerbs-unfähigkeit.

IV.

Albert S.,

Brandenburgisches

Husaren-Regiment

(Zietensche Husaren)

No. 3,

Husar,

21 Jahre.

Keine.

Ueberstand im8. Lebensjahre

Masernund Scharlach.

26. Oktober1870.

Fiel während desMarsches bewusstlosund in Krämpfenvom Pferde.

Zweiter Anfall 19. Dezember1870, dritter 12. Januar 1871.Seit Mitte des Jahres 1872treten die Anfälle häufiger,mindestens alle 14 Tage unddann meist mehrere Mal aneinem Tage auf.

1877: Dauernd gänz-lich erwerbsunfähig.Tod.

V.

Wilhelm B.,

4. Westfälisches

Infanterie-Regiment

No. 17,

Musketier,

22 Jahre.

Keine.Stets gesund.

?

Auf dem Marsche vonNancy nach Langres.

1874: Wiederkehr der Anfällein Intervallen von 14 Tagen.

1875: Dauernd gänz-lich erwerbsunfähig.Lebt 1883 inRostock.

VI.

Johann Heinrich K.,

2. Hannoversches

Infanterie-Regiment

No. 77,

Musketier,

25 Jahre.

Keine.

5. August1870.

Auf dem Marschenach Saarbrücken.

1872: Die epileptischenKrämpfe stellen sich inZwischenräumen von 2 bis3 Wochen ein.

1874: Dauerndgrösstentheilserwerbsunfähig.

VII.

Karl G.,

Leib-

Grenadier-Regiment

(1. Brandenburg.)

No. 8,

Hornist,22 Jahre.

Keine.

10. September1870.

Auf einem Marschevon Vionville nachAmanvillers beiRegenwetter.

Die Krämpfe wiederholten sichzunächst in den Lazarethenzu Hamburg, Frankfurt a. M.und Frankfurt a. 0.; sistirtendann mehrere Wochen. G.wurde wieder ins Feld zurTruppe geschickt, aber unter-wegs aufs Neue epileptisch.Beginn der Anfälle mit Zitternin den Beinen.

1872: Seltenerwerden derKrämpfe.

1872: Dauernd theil-weise erwerbs-unfähig.

VIII.

Otto M.,

Pferdedepot desGardekorps,

Unteroffizier,

24 Jahre.

Früher gesund.

30. Juli1870.

Bei einem sehr an-strengenden Ritt ingrosser Sonnenhitze.

Zweiter Anfall im Dezember1870, von da ab wöchentlichmehrmals. Ende 1871 acht-tägige Intervalle.

Dauernd gänzlich

erwerbsunfähig.

Tod am S.Februar

1877;obinFolge

der Epilepsie,

nicht angegeben.

IX.

Franz T.,

1. Westpreussisches

Grenadier-Regiment

No. 6,

Sergeant,

25 Jahre.

Hatte

an Krämpfen nie

gelitten.

12. August

1870.

Bei anstrengendemMarsch in Hitze;erschöpft von denMärschen der vor-hergehenden Tage.

Wiederkehr in Zwischen-räumen von 2 bis 4 Wochen.1883: Häufigere Anfällevon Sprachstörungen.

1871: Dauernd gänz-lich erwerbsunfähig.