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Traumatische, idiopathische und nach Infektionskrankheiten beobachtete Erkrankungen des Nervensystems bei den Deutschen Heeren in Kriegs gegen Frankreich 1870/71
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IV. Kapitel: Erkrankungen des Central-Nervensystems und nervöse Störungen nach Verletzung

Band I

Bund VII.

¡25

2es

Name

undRegiment

Art, Ort und

Tag derVerletzung

Krankheitssymptome

gleich nach der

Verletzung

Diagnose

Verlauf

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TS

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XXIX.

Wilhelm Lüddecke,

1. Garde-Regimentz. F.

Explosion von40 Patronen im

Kochgeschirrdurch eine durch-schlagendeGranate.

St. Privat,18. August 1870.

Lähmung beider Beine.Blutextravasat unter derRückenhaut vom Kreuz-bein bis zu den Schulter-blättern. Keine offene"Wunde.

Rücken-

marks-

erschütte-

rung.

20. Juli 1871: Schwäche derBeine und Schmerzhaftigkeit indenselben bei Gehversuchen.

1872 : Erhebliche Besserung.

K XXXIII.

Jour

Zähl

iiInvai

Ak

XXX.

Wilhelm Rüter,

Kaiser-Franz-Garde-Grenadier-

Regiment No. 2.

Gewehrschuss.

St. Privat,

18. August 1870.

Die Kugel ging vonder Mitte der fossa

supra-spinata dextraquer über den Rückenbis links neben den5. Brustwirbel, wo sieaustrat.

Rücken-

marks-

erschütte-

rung.

März 1871: Schwäche der Arme,schleppender Gang.

1874: Kein objektiver Befund.

Invai

Alc-

XXXIV.

XXXI.

Karl Kilch,

Leib-Kürassier-

Regiment

(Schlesisches)

No. 1.

Sturz vom Pferde.

Epinay,15. Oktober 1870.

Klage über reissendeSchmerzen, grosseSchwäche und Schwer-beweglichkeit in denUnterextremitäten.

Kein objektiver Be-fund.

Rücken-

marks-

erschütte-

Juni 1871: Unvermögen, sichlängere Zeit in aufrechter Stellungzu erhalten. Schmerzen in denBeinen.

1873: Derselbe Zustand.

XXXII.

Gottlieb Reuter,

Braunschweigisches

Infanterie-Regiment

No. 92.

16

Eisenbahn-unglück.

Châtillonsur Seine,März 1871.

Erlitt bei einemEisenbahn - Zusammen-stoss eine sehr heftigeKontusion des Rückens.Nächste Folge unbe-kannt.

Rücken-

marks-

erschütte-

rung.

20. März 1872: Besonders klagter über steten Schmerz im unterenTheile des Rückens, welcher seit-wärts und bis in die Oberschenkelausstrahlt, sowie Schwäche undleicht eintretende Ermüdung derBeine beim Gehen und Stehen.Ferner ist ihm das Bücken und Verharren in gebeugter Stellung wegen erhöhter Schmerzhaftigkeit sehr erschwert.Druck auf die Wirbelsäule erzeugt nirgend erheblichen Schmerz. Beim Stehen, besonders nach voran-gegangener Bewegung, stellt sich anhaltendes Zittern der Glutaeen ein, welche letzteren auch abgeflacht, abge-magert und schlaff erscheinen. Die übrige Muskulatur der Extremitäten ist ziemlich gut im Stande. Anfangsgeklagte Beschwerden über Brustschmerzen und Husten sind inzwischen gänzlich geschwunden. Hinsichtlichder psychischen Stimmung hat sich während seines Lazarethaufenthalts ein einsilbiges, mehr in sich gekehrtesVerhalten bei trüber Stimmung gezeigt, während er im Uebrigen als folgsamer, geduldiger, gegen seine Mit-kranken gefälliger Patient sich erwies.

11. Juli 1873: Auch in den Beugemuskeln des Unterschenkels tritt Zittern ein.

20. Juni 1874: Gesässmuskeln zittern noch beim Stehen, sind aber nicht atrophisch. Die Muskulatur derunteren Extremitäten ist kräftig entwickelt.

24. Juni 1875: Dürftige Ernährung. Beim Stehen nach kurzer Zeit Zittern der Gesässmuskeln undBeine. Nach Schliessen der Augen sehr bald Schwanken des Körpers beim Stehen und Gehen. Gegen Nadel-stiche anscheinend herabgesetzte Empfindlichkeit auf der Streckseite des rechten Oberschenkels. Muskulaturbeiderseits gleichmässig, besondere Abmagerung der Glutaeen nicht vorhanden. Die (stets angegebenen)Schmerzen im Rücken und der Sakralgegend sollen noch bestehen.

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XXXVI.