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XVII.
IV. Kapitel: Erkrankungen des Central-Nervensystems und nervöse Störungen nach Verletzungen.
Band Tí
fcand VII
XVIII.
Name
und
Regiment
Art, Ort und
Tag der
Verletzung
Krankheitssymptome
gleich nach der
Verletzung
Diagnose
Verlauf
der normalen Konkavität der unteren Brust- und oberen Lendenwirbel-Partie) Schmerz bereitet. In Folge dessenerscheint diese Gegend abgeflacht, doch vermag man ein abnormes Hervorspringen irgend eines Dornfortsatzesnicht zu erkennen; auf Druck ist die Wirbelsäule vom Halse an empfindlich und die untere Partie sogarschmerzhaft. Sämmtliche Bewegungen sind frei, aber kraftlos, so namentlich der Händedruck und der Wider-stand bei gewaltsamer Streckung des gebeugten Knies; beim Stehen fällt ein fortwährendes leichtes Zitternzahlreicher Muskeln, namentlich der unteren Extremitäten, auf; dasselbe zeigt sich auch in den Gesichts-muskeln in der Umgegend des Mundes. — Mit geschlossenen Füssen und Augen stehend, schwankt R. nachlängerer Zeit unter lebhaften Zuckungen der Muskeln der Beine. — Der Gang ist unsicher, indem die Füsseetwas geschleift werden, an der Sprache fällt, namentlich beim Lesen, ein öfteres Stocken auf, ein Zustand,der sich erst allmälig entwickelt haben soll. — Sensorium und Sinnesorgane frei. Das Tastgefühl ist an denunteren Extremitäten, sowie an den Händen deutlich herabgesetzt, so dass erst tiefere Nadelstiche als Schmerzempfunden werden. Auf Stiche in die Fusssohlen treten lebhafte reflektorische Zuckungen der Beine ein. —R. will an öfterem Einschlafen der Beine und Kribbeln in den Händen und Beinen sowie an stetem Kälte-gefühl an denselben leiden.
Weitere Abnormitäten sind nicht nachweisbar.
Bei der ersten Superrevision (1872) hatte sich unwillkürliches Harnlassen hinzugesellt, später sind dieKrankheitserscheinungen dieselben geblieben.
Franz Fett,
6. Pommersches
Infanterie-Regiment
No. 49.
Sturz von einemFelsen.
Gravelotte,18. August 1870.
Wilhelm Helle,
7. Westfälisches
Infanterie-Regiment
No. 56.
Gewehrschuss.
Metz,27. September
1870.
Gleich nach dem Falletotale Lähmung beiderBeine, so dass der Ver-letzte , unvermögend,sich zu helfen, die Nachtüber auf dem Schlacht-felde liegen blieb. Näch-sten Tages aufgefunden,schaffte man ihn in einFeldlazareth zu Grave-lotte. Klagen überSchmerzen vom Kreuzbis zu den Füssen. Un-möglichkeit, Urin zulassen und die Beine zubewegen. Sensibilitäts-lähmung an den Unter-extremitäten.
Kontusiondes Kreuz-beines und
daherrührendeRücken-marks-erschütte-rung;späterSymptomevonIschias.
Eingangsöffnung ander rechten Seite desNackens in der Höhe des3. Halswirbels 1 '/-' Zollvon der Mittellinie. Aus-gangsöffnung unter demlinken processus ma-stoideus. Lähmung bei-der Oberextremitätenund lähmungsartigeSchwäche der unteren.
Rücken-marks-
erschütte-rung.
Behandlung mitBlutentziehungen,Einreibungen von grauer Salbe.
Am 12. September 1870: Lähmungdes rechten Beines fast ganz ge-schwunden, des linken gebessert.Urin kann im Strahle gelassen wer-den. Neuralgische Schmerzen un-verändert. Behandlung: Bäder undElektrizität.
15. Mai 1871: Klagen über taubesGefühl in den Fusssohlen. Druckauf die Austrittsstelle des linkenn. ischiadicus sehr empfindlich, imVerlauf des Nerven eine Anzahlweiterer schmerzhafterDruckpunkte.Linkes Knie ödematös geschwollen.Geringe Atrophie und massige Ge-fühlsabstumpfung des ganzen Beines.1873: Klagen über Schmerzen inder linken Unterextremität, welcheunwesentlich magerer als die rechteist, bestehen fort. Sonst keine ob-jektiven Krankheitszeichen.
27. Dezember 1870: Gefühl vonTaubheit über den ganzen Körper.Lähmung der Extremitäten, beson-ders der oberen. H. kann nur kurzeZeit gehen und mit den Händennicht arbeiten.
1875: Keine Störung der Sinnes-organe. Hände zart. Druck der Hände,besonders der link. Hand, schwächer.Kribbeln und vermindertes Gefühlin den Fingerspitzen. Nach An-strengungen treten Schmerzen inden Armen ein.
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