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v. Volkmarm'sche Sammlung kriegschirurgischer Präparate u. s. w.
BandHI. AIlge mTha
Dritte A-btheilung.
Geschosse.
I. Nicht abgefeuerte Geschosse verschiedener Art.
Unter den 29 nicht abgefeuerten Geschossen herrschen ! auch Frankreich, England, Dänemark, Belgien, die Scb
die älteren, grosskalibrigen vor; meist sind es Kugeln ' und Peru vertreten. — Ohne Bezeichnung sind:von 13 bis 18 mm Kaliber verschiedener Systeme: Minie" 3 Kugeln, 11mm Kaliber (Mauser und Chase«
u. s. w. Ausser den Deutschen Staaten und Oesterreich sind 1 Kugel (Mitrailleuse).
II. Abgefeuerte Geschosse.
Die 20 abgefeuerten Geschosse sind mit kurzen Be-merkungen betreffend die Art der durch sie hervorgebrachtenVerletzung versehen. Es finden sich zwei PreussischeLangbleigeschosse, welche „Schädelfrakturen" bewirkthaben, beide zeigen die Einwirkung scharfer trennenderKanten, namentlich macht das eine den Eindruck, als obes mit einem Messer theilweise gespalten sei (vergl. IV. Bd.dieses Berichtes, No. XIV, 7). Fünf Geschosse sind mit„Fractura femoris" bezeichnet und sämmtlich stark ab-geplattet, das eine, 2 mm dick, fast kreisrund, von derGrösse eines Zweimarkstückes; bei einem anderen, ähnlichverunstalteten Geschoss liegt ein abgetrenntes, etwa bohnen-grosses Bleiplättchen und ein geplatztes kupfernes Zünd-hütchen bei; den vorigen ähnlich abgeplattet ist ein Blei-stück mit der Bezeichnung „Fractura tibiae". Ein Geschossmit der Bezeichnung „Fraktur der Fusswurzelknochen" istan allen Seiten ganz zerklüftet und zeigt flügeiförmigeAnhänge. Ein Preussisches Langblei mit der Bezeichnung„Resectio pedis (Lieutenant B.)" hat an einer Langseitezwei parallele tiefe Querspalten. Eine fast gar nicht ver-änderte Spitzkugel ist mit der Bemerkung versehen: „Kugelzwischen trunc. anonym, und trachea (Stud. J. A.)". Einekleine Spitzkugel endlich mit der Bezeichnung „Privatkugel,
von Scheibe ricochettirt in Hinterbacke, VerletzungIschiadicus" ist seitlich etwas abgeplattet und an der Äumgebogen. Pilzformen sind nicht vertreten.
Sieben Geschosse zeigen Einsprengungen von KnocStückchen; es sind Geschosse, welche den Schädel. ||Schlüsselbein, den Schenkelhals, das Fussgelenk u. > ,|getroffen haben; die ganz platt geschlagenen Gesctasind sämmtlich frei von solchen Einlagerungen. Einmit der Bezeichnung „Kugel gegen Querfortsatz des Wirfczeigt Einlagerungen von Kupfer-, Messing- und ZetiStückchen, welche letztere auch in einer zweiten ki;bemerkbar sind.
Betreffend die Art der Geschosse, so herrscht - ->weit erkennbar — das Preussische Langblei vor iGeschosse); eine Chassepotkugel lässt sich nicht mweisen. Ein anderer Theil wird gebildet von Geselformen, wie sie im Kriege 1866 verwendet wurdender Bezeichnung „Resectio genu (unter lig. patellae); GiSplitter" ist ein ganz unbestimmbarer, etwa haselnufflgiKörper versehen, der aus dünnem Eisenblech mitgeklemmtem Holzstückchen besteht und vielleicht eingerissenes Stück eines mit Eisenblech beschlagenen Btheiles (Gewehrschaft?) darstellt.