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v. Volkmann'sche Sammlung kriegschirurgischer Präparate u. s. w.
Band III.
Allgem,^
mit der gebührenden Sorgfalt verwaltet wird, so wollen EuerHochwohlgeboren doch versichert sein, dass die Sammlung Ihnen,als dem gütigen Geber, stets in erster Linie und zu jedem vonIhnen beliebten Gebrauche zur Verfügung stehen wird.
Schliesslich verbinde ich mit meinem warmen Danke nochdie ganz ergebene Bitte, dass Euer Hochwohlgeboren mir unddem Sanitätskorps, wie bisher, so auch in Zukunft Ihre schätzens-werthe Wohlgeneigtheit unverändert erhalten wollen, und bin,mein hochverehrter Herr Geheimrath, mit den wärmsten Em-pfehlungen sowie mit der ausgezeichnetsten Hochachtung
Euer Hochwohlgeborenganz ergebenster
gez. v. Coler.
Schliesslich übersandte R. v. Volkuiann noch eineSammlung von Kugeln mit nachstehenden Zeilen:
Halle, am 1. November 1889.Hochwohlgeborener Herr,Lieber und hochverehrter Herr Generalstabsarzt!Nach meinen beiden letzten Sendungen hat sich noch etwasvorgefunden, was durchaus zu den letzteren gehört:eine kleine Sammlung von Projektilen.Der erste Theil ist unvollständig und wahrscheinlich inBerlin viel besser vorhanden; er umfasst noch nicht abgeschosseneKugeln verschiedener Nationen, verschiedener Kaliber und ver-schiedener Gestalt.
Der zweite Theil betrifft Kugeln, die sich durch Aufschlagauf Knochen in verschiedenster Weise deformirt und völlig plattgedrückt haben. Dieser zweite Theil ist, wie ich glauben möchte,von entschieden kriegschirurgischem Interesse.
Ich bitte Euer Hochwohlgeboren, das Kästchen meinerSammlung einverleiben zu wollen, habe aber durchaus nichtsdagegen einzuwenden, wenn die nicht abgeschossenen Pro-jektile anderwärts placirt, oder, wenn bereits Exemplare vonihnen vorhanden sind, einfach beseitigt werden.
Mit vorzüglicher HochachtungEuer Hochwohlgeborendankbar ergebenergez. Richard v. Volkmann.
Der hohe wissenschaftliche Werth der vorwiegend ausdem Deutsck-Fi-anzösisehen Kriege stammenden Sammlungund Dankbarkeit gegen den um die Kriegschirurgie unddas Sanitätskorps hochverdienten Mann Hessen es gleich-massig angezeigt erscheinen, eine Beschreibung und bild-liche Wiedergabe der Sammlung als Anhang zum chirur-gischen Theile des Sanitätsberichtes über den genanntenKrieg in gleicher Weise zu veröffentlichen, wie es hinsicht-lich der übrigen kriegschirurgischen Präparate des Friedrich-W r ilhelms-Iustituts im IV. Bande dieses Berichtes geschehen
ist. Da die bedeutsame Zuwendung für den Text <]richtes nicht mehr benutzt werden konnte, diuArt der Nutzbarmachung am meisten dem Gedaisprechen, welcher den inzwischen (am 28. Novetleider zu früh Verstorbenen bei Ueberweisung der -an das Sanitätskorps geleitet hat. Zu dem beregtrsind die Präparate u. s. w. nach ähnlichen Gesichtwie sie dem Kataloge der Sammlung des Friedrich-!Instituts im IV. Bande dieses Berichtes zu Graugeordnet und in gleicher Weise wie die Prai.letzteren kurz beschrieben.
Die mit Anführungsstrichen versehenen Sätze sivon R. v. Volkmann's eigener Hand auf kleine jPräparaten befestigte Zettel oder bei den Abbildungen ■die einzelnen Blätter 1 ) geschriebenen Bemerkungen. |von seiner Hand herrührenden Krankengeschichtenals solche kenntlich gemacht.
In Betreff der Krankengeschichten und Photon»geheilter Oberschenkel-Schussbrüche ist zu bemerken, jbei einigen der Name des Untersuchers und die Zeit iUntersuchung nicht angegeben sind. Aus einem VerJder Handschrift in den bezüglichen Schriftstücken msich jedoch, dass mehrere der nicht mit Namen versetaKrankengeschichten von Prof. Heinecke in Erlangetgenommen sind. Man wird nicht fehl gehen, wennden Anfang und die Mitte des Jahres 1873 als Zei:Untersuchung annimmt. Eine Reihe von Briefen, «der Sammlung beilagen, giebt ein sprechendes ZJfür den Aufwand von Sorgfalt, Mühe, Zeit und dumOpfern, die R. v. Volkmann auf die Sammlerwendet hat.
Möge diese Veröffentlichung mit dazu beitrageSanitätskorps und ausserhalb desselben das Andenkeinen Mann lebendig zu erhalten, in dessen gro--gelegter Persönlichkeit sich hohe Begabung mi;rastendem Fleisse und Forschungseifer verband, Min den Feldzügen von 1866 und 1870/71 sich detlwundeten als unermüdlicher Helfer, dem Sauitatvals treuer Berather, Freund und Förderer erwiaentheils im Felde, theils in langer, reich gesegneter friathätigkeit — insbesondere durch systematische, gek-ikunstvolle Ausbildung der antiseptischen AVundbeki— wesentlich mit dazu geholfen hat, die Krieg«!auf ihre heutige Stufe emporzuheben!
') In dem Nachfolgenden sind durchweg die Originalzeutals „Blätter", die diesem Bande beigegebenen Nachbild»„Tafeln" bezeichnet. Ersteren sind die von R. v. Volkmautgewählten Römischen Ziffern belassen, letztere haben »Nummern erhalten.