[Bändln. AHgem-Theil.
IV. Abschnitt: Blutüberleitungen. (Transfusionen. - )
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Vacbtheile wie bei der Aufsaugung grosser Blutergüsse zu,i te ir auf dein Sclilacbtfelde kommt dazu, dass manL 0 y n ur ausnahmsweise Blutspender finden wird,»eiche nicht nur gesund, sondern auch völlig ausgeruht,Licht ermüdet sind. — Bei einer Verletzung grössererr lasse wird die Operation nach wie vor trotzHer Fürsorge und Eile fast immer zu spät kommen;allen anderen Fällen nimmt die Erweiterung der Wundezur kunstgerechten Freilegung der verletzten Stelle desI Gefasses kurz nach der Verletzung so wenig Zeit in An-spruch, dass die Unterbindung in der Wunde immer zuerst1 dann die ebenfalls schnell auszuführende AutotransfusionI (Tieflecen des Kopfes, Emporhalten und Einschnüren derIGliedmaassen) vorgenommen werden kann. Die gebräuch-Belebungsmittel werden daneben nicht zu vernach-
sein.
In den Feldlazarethen, noch mehr in Sanitätszügen
1 Kriegslazarethen kann die intravenöse Eingiessung einer
Kochsalzlösung als leichte und ungefährliche Operation in
reeigneten Fällen mit jedem Irrigator oder jeder Spritze
jii-L't'lTilii't werden und die Blutüberleitung ersetzen. Bei
|ier arteriellen Infusion ist Brand zu fürchten (Kümmell
. A.). 1 ) Lufteintritt in die Vene (fast immer V. med. basil.
k ccphal.) ist bei einiger Vorsicht auszuschliessen. Aber
uch diese „geeigneten Fälle" in den Lazarethen werden
öffentlich in Zukunft viel seltener sein, als früher (s. o.),
wo, wie schon angedeutet, die grosse Mehrzahl von Blut-
Iberleitungen bei Erschöpfung nach starken Eiterungen,
ich Blutungen aus angefressenen Gefässen in Folge von
(Jauchung vorgenommen wurde. Die Eingiessungen von Milch
die Venen (Gaillard, Hodder 1873, Brinton und
>) Siehe Dissert. von Vollbrecht 1887.
Pepper, Howe, Thomas, Bullard 1878 u. s. w.), vondenen übrigens seit 1880 kaum mehr die Rede ist, sindzu gefährlich; die von Blutserum mit oder ohne Kochsalz(Hiller 1882, Ranvier 1885 und 1886) zu umständlichund zu wenig erprobt, um hier besprochen zu werden.Richardson's Vorschlag, pulverisirtes Blut, mit Wasservermischt, einzuspritzen, ist mit Recht vergessen, ebensoeigenthümlich klingt der Vorschlag von Fulbus,') faser-stofffreies Blut mit 80proz. Kochsalzlösung einatbmen zulassen. Auch die Eingiessung von Blut in den Mastdarm(Mosler u. A.) kann hier nicht in Betracht kommen. Vonden verschiedenen Zusätzen zur Kochsalzlösung, von denenwieder besondere Wirkungen erwartet werden (Gaule, Al-kalien; Little u. A. 1868: Alkohol; Landerer 1886: Rohr-zucker; Gaule 1886: „Natronhydratkocksalzzuckerlösung"),scheint die des Rohrzuckers nebst der von Krön eck erempfohlenen reinen Salzlösung den meisten Beifall ge-funden zu haben. Ausser den bekannten Anzeigen für dieEingiessung der Salzlösung würden, da sie schon mit Er-folg bei Kohlendunstvergiftung angewendet ist, in Kriegund Frieden die Minenkrankheit und, aus leicht verständ-lichen Gründen, schwerere Formen des Hitzschlags zu er-wähnen sein. Man kann die subkutane Einspritzung undVertheilung durch Reiben und Streichen versuchen, wirdaber gut thun, in ernsten Fällen zur langsamen Infusionder auf normale Körpertemperatur erwärmten, also fürden Kranken vielleicht gleichzeitig abkühlenden Lösungzu schreiten. Natürlich würde dabei eine geringereMenge ausreichen, als bei lebensgefährlichen Blutverlustenerforderlich ist.
] ) Siehe Fischer, Allgemeine Chirurgie S. 424.
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