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III. Abschnitt: Unterbindungen grösserer Schlagadern.
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■]j t indessen trat noch an demselben Tage —
Oktober 1870 — Nachblutung ein, wegen welcher man
• rnterbindung der Femoralis externa schritt. Jetzt
stand die Blutung; allein eine Ligaturblutung aus der
1 tzterwähnten Operationswunde machte die Unterbindung
Femoralis unter dem Poupart'schen Bande nöthig;
fa Verwundete genas.
e) Ein Gewehrschuss — 13. Januar 1871 — durchuntere Ende des linken Oberschenkels hatte trotz
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Unterbindung der Femoralis in der Mitte des
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henkels die Entwickelung eines falschen Aneurysmas
jilitea herbeigeführt. Am 27. Mai 1871 wurde nach
Uiebiger Spaltung und Ausräumung des Aneurysmasackes
k Poplitea oberhalb und unterhalb unterbunden; auch an
inen Seitenast legte man die Ligatur an. Nichtsdesto-
enisrer erfolgte am 6. Tage eine heftige Blutung, dieselbe
irde allerdings durch Fingerdruck zum Stillstand ge-
icht. nachdem vorsichtshalber die Femoralis dicht unter
Poupart'schen Bande freigelegt und mit einem Faden
M'lihmgen war, der ungeknüpft blieb; allein schon
Taue später ging der Verwundete zu Grunde.
d) Am 6. September 1870 wurde wegen Blutungeneinem Schussbruche des linken Wadenbeines (bei
die vordere Schienbeinpulsader unterbunden. Ami September neue Blutung aus der Schusswunde, dieigeblich durch Tamponade zu stillen versucht wird.ist nach Unterbindung der Cruralis steht dieselbe; dererletzte wurde geheilt.
e) Bei einem am 28. November 1870 verwundetenBtfab'schen Füsilier endlich — Weichtheilschuss durchm linken Unterschenkel — wurde wegen Nachblutungen
tlcj i 10. Dezember die Tibialis antica unterbunden. Es
sich neue Blutungen und Brand des Unterschenkels
L Bereits am 14. Dezember starb der Verwundete. Wie
e nach der Unterbindung aufgetretenen Blutungen gestillt
forden, ist nicht gesagt.
An nennenswerthen Operationen wurden bei den
bindeten im Ganzen 36 ausgeführt, nämlich:I. Unterbindungen 31, und zwar:
a) Unterbindungen der Tibialis antica und postica 22an 21 Verwundeten;
b) , „ Poplitea 2;„ „ Femoralis 7 an 5 Verwundeten.
U. Gliedabsetzungen 5, und zwar:a) Absetzungen am Unterschenkel 4, davon1 vor Unterbindung der Tibialis postica,
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2 n n » • antica.lj ) Eine Auslösung im Fussgelenk vor Unterbindung
der Tibialis postica.
Mehr als 2 Operationen an einem und demselben3 I Jffwndeten wurden ausgeführt bei einem schon erwähntenzunäduBtokclien: Gewehrschuss durch das untere Ende des linken
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Oberschenkels. Zuerst Unterbindung der Femoralis in derMitte des Oberschenkels, alsdann die Operation desAneurysmas nach Antyllus und endlich die Unterbindungder Oberschenkelschlagader unter dem Poupart'schen Bande.Bemerkenswerth für die centrale Stufenleiter der Unter-bindungen am Orte der Wahl gestaltet sich der gleichfallsbereits angeführte Fall von Verletzung des 1. und 2. Mittel-fussknochens. Blutung aus der Wunde: Unterbindung derTibialis postica, alsdann der Femoralis externa und endlichder Femoralis communis.
Von erwähnenswerthen Krankheitserscheinungenfinden sich verzeichnet:
1. Hospitalbrand in 2 Fällen: 1 mal vor, 1 mal nachUnterbindung der Tibial. post. Beide geheilt.
2. Infiltration in der Umgebung der Wunde und zwarje 1 mal blutige bezw. entzündliche, vor Unterbindungder Tibialis postica.
3. Thrombose der Vena femoralis 1 mal nach Unter-bindung der Tibialis postica.
4. Brand in 2 Fällen: 1 mal nach Unterbindung derTibialis postica, das andere Mal nach Unterbindung derTibialis antica.
5. Druckbrand bei 2 Verwundeten von Unterbindungder Tib. post.
6. Pyämie, gleichfalls bei 2 Verletzten: 1 mal nachUnterbindung der Tibialis antica, das andere Mal nachUnterbindung der Tib. post.
7. Lungenentzündung in 1 Falle von Unterbindungder Tib. post., und
8. Ruhr in 1 Falle von Unterbindung der Tib. ant.
Ueber die Zeit, welche verging von der A r er-wundung bis zur Ausführung der Unterbindungen,über die Frage, wie oft in der Wunde unterbundenwurde, wie oft am Stamme, sowie über den Ausgangsiehe Tabelle XIX der Operationsstatistik.
Bei einigen der 14 Geheilten finden sich Angaben überendgiltige, oder wenigstens längere Zeit nach der Ent-lassung aus ärztlicher Behandlung aufgenommene Be-funde, und zwar:
1. Gewehrschuss durch den linken Unterschenkel,Unterbindung der Tibialis postica und der Femoralis.Vollkommene Gebrauchsfähigkeit des Beines.
2. Schussbruch des unteren Wadenbeinendes mit Gelenk-eröffnung; Unterbindung der Tibialis postica. 66 Tagenach der Verletzung. Befund nach 1 Jahre: Der Manngeht an Krücken, hat beim Auftreten Stechen und beimWitterungswechsel Schmerz geringen Grades.
3. Schussbruch des rechten Unterschenkels, Unter-bindung der Tibialis antica und der Femoralis. Befinden7. November 1871: Der Verwundete muss an der Krückegehen, Fussgelenk steif, Auftreten mit dem rechten Fusseunmöglich.