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3. Chirurgischer Theil A (1890) Die Verwundungen durch Kriegswaffen bei den Deutschen Heeren im Kriege gegen Frankreich 1870/71 : Allgemeiner Theil
Entstehung
Seite
333
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III. Abschnitt: Unterbindungen grösserer Schlagadern.

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n Einschnitte zur Entfernung von Geschossen 2: beideTO r der betreffenden Unterbindung.

m Aussäguugen 4: vor der Unterbindung 3 und nach

derselben 1.

TV Absetzung am Oberarm 1 mal, und zwar Ampu-tation des Oberarmes nach Unterbindung der Radialis;Ablösung des fünften Fingers 1 mal an demselben Tage,

ek'liem die Unterbindung der Eadialis und Ulnaris

erfolgte.

Für den Verlauf besonders ungünstig gestalteten sich

folgende Komplikationen:

|, Entzündliche und blutige Infiltration der Wundenhei 2 Verletzten beide geheilt.

2. Wundrose 1 mal mit Ausgang in Heilung.

3. Hospitalbrand 1 mal mit Ausgang in Genesung.

4. Brand 2 mal mit 1 Todesfall.

5. Druckbrand 2 mal, mit gleichfalls einem tödtlichenAusgange.

6. Pyämie 2 mal (beide gestorben).

7. Brustfellentzündung 1 mal, mit Ausgang in Genesung.Bei den 22 Fällen mit Ausgang in Heilung sind end-

giltige Befunde 10 mal vermerkt.

Bei den Fällen mit tödtlichem Ausgange ist die Todes-ursache nur bei 2 Verwundeten angegeben und zwar beideMale Pyämie.

Die Zeit, die von der Unterbindung bis zum Eintrittdes Todes verging, betrug je 1 mal 11, 23 und 52 Tage.

Leichenbefunde sind nicht verzeichnet.

Till. Unterbindung der Darmbeinschlagader (und der Aorta).

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Die Unterbindung der Iliaca communis ist 2 mal,die der Iliaca externa 22 mal nach Verwundung durchKrifswaffen unternommen worden. Die genannten21 Operationen gelangten an 23 Verletzten 14 Deutsche,9Franzosen zur Ausführung, von denen nur 1 (Deutscher)genas.

Im Amerikanischen Rebellionskriege sind die beiden Ge-|nsse 33 mal mit 29 Todesfällen unterbunden worden.

Betreffs einer allerdings nicht beabsichtigten Unter-liimlung der Aorta siehe nachstehend Seite 334 unter 3.

Nach der Art der Verletzung gruppiren sich dieI Verwundeten folgendermaassen:

I. Fälle mit bestimmten Angaben über vor-handene Knochenverletzungen 14, sänimtlich tödtlich ver-laufen :

a) Verletzungen oberhalb des Kniegelenkes 10,

b) Verletzungen des Kniegelenkes 2,

c) Verletzungen unterhalb des Kniegelenkes gleich-falls 2, 1 mal Unterschenkel, 1 mal Fussgelenk.

IL Fälle ohne bestimmte Angabe darüber, obeine Knochenverletzung vorlag oder nicht, 4 mit

tödtlichem Ausgange.

111. Fälle mit der bestimmten Angabe Weicll-llifilverletülingö: Von ihnen 1 mit Ausgang in Genesung.

Mehrfache Verletzungen sind 2 mal berichtet: EinBayerischer Soldat erlitt einen Oberschenkelschussbruchlata und einen Haarseilschuss am linken Unterarm; einnenssischer Garde-Landwehrmann eine Verletzung amlen Oberschenkel und der rechten Hand durch denselbenpm; beide starben.

Ausdrückliche Angaben über die Gefässverletzung

» sich folgende:

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1. Femoralis comm., dicht unter dem Poupart'sehenBande mit falschem Aneurysma 1 mal, gestorben.

2. Femoralis an dem Abgange der Profunda 1 mal.

3. Femoralis unter dem Abgange der Profunda 1 mal.

4. Femoralis in der Mitte des Oberschenkels 3 mal.

5. Femoralis 3 Finger über dem Knie 1 mal.G. Nebenast der Femoralis 1 mal, und

7. beide Unterschenkelschlagadern 1 mal.

Prirnärblutungen auf die Körperoberfläche findensich nicht verzeichnet. Einmal war unmittelbar nach derVerletzung dicht unter dem Poupart'schen Bande ein falschesAneurysma entstanden. Gleich am nächsten Tage nach derVerwundung wurde die Unterbindung der Iliaca ext. aus-geführt. Dass vorher eine Blutung auf die Körperoberflächestattgefunden habe, ist nicht angegeben. Im Ganzenist die Entwickelung eines falschen Aneurysmas3 mal als Anlass zur Unterbindung der Iliaca angeführt.In den beiden anderen Fällen war vor der Unterbindungmehrmals Blutung auf die Körperoberfläche eingetreten.Die Unterbindung erfolgte das eine Mal am 15 , das andereMal am 20. Tage nach der Verletzung. Ein falschesAneurysma war ferner vorhanden in einem Falle, wo dieUnterbindung der Iliaca bedingt war durch eine Ligatur-blutung aus der Schenkelschlagader.

Spontane Spätblutung aus der Stelle der Ver-letzung auf die Körperoberfläche erforderte 11 mal Unter-bindung der Iliaca. Wie viel Zeit zwischen der Verletzungund dem ersten Auftreten einer Blutung dieser Art verging,ist nur bei 6 Verwundeten bestimmt angegeben. Die be-treffende Zeit betrug je 1 mal 19, 13, 9 und 7 Tage, 2 mal8 Tage.

Ligaturblutungen erheischten die Unterbindung derIliaca 6 mal. Immer handelte es sich um Ligaturblutungen