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II. Abschnitt: Schaftaussägungen.
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durch Gewehrschuss. Starke Jauchung und wiederholte,D on Sekundäre Aussägung der Bruchenden unter gleich-'. °£ n tfernung zahlreicher Knochensplitter. Danach aus-'? , EiteruDg und pyämische Erscheinungen. Heilungi starkem Schwund der Wadenmuskulatur und
tl' M r Steifheit des Fussgelenks. (Vergl. V. Bd. dieses
HesS.550No.49.)
Von den sämnitliclien 26 Aussägungen des Unter-schenkels hatte die Verletzung 13 mal den rechten und12 mal den linken Unterschenkel getroffen; bei 1 Operirtenist die Körperseite nicht angegeben. Zwei Aussägungenwurden primär ausgeführt, 14 intermediär, 3 sekundär; bei7 war die Zeit nicht zu ermitteln.
lebersicht über die Zeit der Ausführung und das Endergebniss der 26 Aussägungen an Knocliensehäften
des Unterschenkels.
Von der Gesammtzahl der Operirten sind
geheilt
Aussägung
primär
inter-mediär
ohnesekundär Angabeder Zeit
mit völligbrauch-baremBein
mit be-schränkterGebrauchs-fähigkeit
mit ganzunbrauch-baremBein
mitfalschemGelenk
mit
unbekannter
Gebrauchs-
ftihigkeit
gestorben
ider ITuterschenkel-
t Schienbeins allein .B Wadenbeins allein .
11
4
73
1
1 4
1 3
3
121
1
2
2
1
1
345
summe . .
2(t2)
14
(t 7)
3 7(t -) (t 3)
3
4
5
1
1
12
I. Zeit der Operation. — Anlass zu derselben und Art der Ausführung. —
Endergebniss.
Von den gesammten 100 im Kriege 1870/71 an Deut-
|en Verwundeten ausgeführten Schaftaussägungen sind
1 5 nachweislich primär. 1 ) 1 wenige Stunden nach der
fcrletzinig von Französischen Aerzten, 1 am 1. Tage und
am 2. Tage nach der Verwundung ausgeführt. Diese
leine Zahl steht, selbst wenn man annimmt, dass unter
-ii Schaftaussägungen an Deutschen 1870/71, bei denen
Zeit der Ausführung unbekannt geblieben ist, sich
einige Primär-Operationen befinden mögen, in sehr
feilendem Gegensatz zu den Ziffern aus dem Amerikani-
len Rebellionskriege, in welchem mehr als zwei Drittel
er der Zeit nach bekannten Schaftaussägungen (von 1957
fcht weniger denn 1431) primär ausgeführt wurden. (Vergl.
■ersieht II.) Die Seltenheit der Primär-Eingriffe im
peaie 1870/71 kann bei einer hinsichtlich ihres Werthes
I bestrittenen Operation nicht überraschen, nachdem bei
fcreckng der Gliedabsetzungen (Seite 212) und der
lelenkaussägungen (Seite 276) gezeigt worden ist, wie
I Wegen der Begriffe primär, intermediär und sekundär sieher ""d 218. — 56 Schaftaussägungen an Deutschen wurden auf■> Kriegsschauplatze, 34 im Inlande vorgenommen; bei 10 ist der* der Vornahme unbekannt. (Vergl. Tabelle XXIII der Operations-feld Seite 101*.)
verbreitet das Bestreben war, die erhaltende Behandlungohne Operation bis zur äussersten Grenze der Möglichkeitauszudehnen. Auch ist kaum anzunehmen, dass das etwasgünstigere Ergebniss der primären Resektion gegenüber denspäteren Eingriffen dieser Art in beiden erwähnten Kriegen(siehe Uebersicht II) die bei den Deutschen Chirurgen fastallgemein bestehende Ansicht, dass die primäre Kontinuitäts-resektion zu verwerfen ist, erschüttern sollte. Gewiss werdenkomplizirte Brüche, in denen Bruchenden, welche die Weich-theile durchbohrt haben, nicht zurückzubringen sind, dieprimäre Resektion eines oder beider Bruchenden ab und zuveranlassen, wie es ja in der Friedensthätigkeit auch ge-schieht; doch sind diese Fälle selten, da es meist gelingt,durchstossene Bruchenden in der Betäubung zurückzubringen;auch wird man dann nur möglichst wenig wegnehmen.Knochenbrüche fernerhin, in denen die Unmöglichkeit, dieBruchenden an einander zu bringen, den Verdacht nahe legt,dass Weichtheile sich dazwischengeschoben haben, oderendlich die — wohl sehr seltenen — Fälle, in denen eingrösserer Nervenstamm durch ein Bruchende angespiesst ist,werden zuweilen den Grund zu einer primären Absägungder Bruchenden geben. Aber ohne solchen dringendenGrund wird man an frischen komplizirten Brüchen im
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