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111. Kapitel: Grössere Operationen.
Bandlll. Allgem.]
(vergl. S. 218), so findet sich bei den Amerikanern undbei den in Deutschen Sanitätsanstalten behandelten Fran-zosen nach Uebersicht XXXI die grösste Sterblichkeit nachden intermediären, während letztere bei den Deutschen1870/71 zwar auch ungünstiger verliefen als die in engeremSinne sekundär genannten, aber doch immer noch günstigerals die Gesammtheit der als primär bezeichneten.
Sieht man von jeder derartigen Zusammenfassung abund betrachtet die Ausgänge der Gelenkaussägungenlediglich nach dem Tage bezw. der Woche ihrer Aus-führung, so stellt sich auf Uebersicht XXXII hinsichtlichder Sterblichkeit nach den Operationen an den einzelnenTagen (wohl hauptsächlich in Folge der kleineren Zahlen)keine solche Regelmässigkeit heraus wie bei den Glied-absetzungen (vergl. S. 213), wohl aber wenn man nur dieWochen ins Auge fasst. Am ungünstigsten verliefen da-nach die in der 2. Woche vorgenommenen Operationen,weitaus am günstigsten — wie bei den Gliedabsetzungen —die „Spät-Operationen" (nach der 12. Woche). Diegrösste Zahl der vorgenommenen Gelenkaussägungen ent-fällt auf die 3. Woche.
Nicht einbegriffen in den Zahlen der Uebersichtensind nachstehende 3 Gelenkaussägungen, welche erst 8bezw. 10 und 16 Jahre nach dem Kriege an Invalidenvorgenommen wurden und in den Friedens-Sanitätsberichtender Preussischen u. s. w. Armee Aufnahme gefunden haben.
1. In Stuttgart wurde bei dem Invaliden W, „wegen Absterbens des Handgelenks im Jahre 1870 di Jkrankten Theile entfernt worden waren, am 16. April 18"naEntfernung sämmtlicher Handwurzelknochen, KöpfchenMittelhandknochen, des 1. Daurnengliedes und eines 2 cm liStückes der Speiche vorgenommen. Nur an den drei >Tagen nach der Operation Fieber, Abends bis 38.5 °, imUeVfieberloser, aseptischer Verlauf. Heilung. Bei der Entksam 12. Februar 1880 Hand in geringer BeugungSpeichenseite, leichte Beugung und Streckung im Hand»J«möglich. (Sanitäts-Bericht 1879/81, S. 148 No. 76.)
2. N., Schuss durch das rechte Fussgelenk am 18. An»1870. Die Heilung war unter reichlicher EntletKnochensplittern mit beschränkter Beweglichkeit in 5 Uq™erfolgt. Im Sommer 1881 Eiterherde in der UmsGelenks, hohes Fieber. Im August 1881 im Kranken!Bethanien Aussägung des Fussgelenks. Entfernunn5 3 Acm des Schienbeins, 8 cm des Wadenbeins und 2cmSprungbeins. Anhaltendes Fieber. Anfang Dezember ]Ueberf'ührung in das 1. Garnisonlazareth Berlin. Drei imvier äussere, auf kariösen Knochen führende Fisteln. (Jstreifenverband, Einführung von Jodoform in die Fisteln, TerÜmit Jodoformgaze. Am Schluss des Berichtsjahres HeiWiauf eine kleine oberflächliche Stelle unter reichlicher KnotJneubildung. (Sanitäts-Bericht 1881/82, S. 96.)
3. F., Schuss in das untere Ende des rechten SchieabjSm 24. Dezember 1870. Im Juli 1887 in das GarnisorJazCoblenz aufgenommen wegen chronischer Eiterung und FisJgangen oberhalb des rechten Fussgelenks mit AnschwellJund mangelhafter Beweglichkeit dieses Gelenks. AussäjJ
Uebersicht XXXII.
Zusammenstellung von 817 Aussägungen grosser Oelenke und ihrer Ergebnisse IDeutschen 1870/71 nach der Zeit der Operation (Tage bezw. Wochen nach der Vermin
a) Operirt, — b) davon gestorben.
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Aussägung des Schultergelenks .
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54 24
39 19
50,15 2
2
Aussägung des Ellenbogengelenks
16
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25
10
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3
1
6
1
5
1
65 21
92, 31
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76 16 111
3
Aussägung des Handgelenks . . .
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Aussägung des Hüftgelenks . . .
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Aussägung des Kniegelenks . . .
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Aussägung des Fussgelenks . . .
1
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39 16
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Auf hundert Operirte sind gestorben
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51.4
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27.3
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