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3. Chirurgischer Theil A (1890) Die Verwundungen durch Kriegswaffen bei den Deutschen Heeren im Kriege gegen Frankreich 1870/71 : Allgemeiner Theil
Entstehung
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lud III. Allgem. Theil.

I. Abschnitt: Gliedabsetzungen und Gelenkaussägungen.

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doch die Uebereinstimniung eine ausreichend grosse ist,den sehr bedeutenden Einfiuss erkennen zu lassen,welchen die auf alle Verwundeten von einem bestimmten Ab-ichnitt des Kriegsschauplatzes annähernd gleichmässig ein-wenden Bedingungen (Art der Kriegführung, Bewaffnungdes Gegners, Umfang des Sanitätsbeistandes, hygienischeZustande bei den Truppen und in den Lazarethen) auf dasfcicksal der Operirten ausgeübt haben, wenngleich beiletzteren offenbar noch besondere, nur die Operirten be-fihrende Umstände zur Geltung gekommen sind. Esirben nämlich:

I' 1

Aus den Kämpfen

beiWurthu. Spicherenum Metz .....

um Beaumont und

Sedan .....

im Paris .....

auf dem südöstlichen

Kriegsschauplatz .auf dem nördlichen

Kriegsschauplatz .auf dem südwestlichen

Kriegsschauplatz .

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25.527

23.5

18.5

23.5

4752

5049

32

50

62

52

58

5354

47

48

61

6773

68

70

656581

Ziemlich vollständige Uebereinstimniung hinsichtlichir Unterschiede in der allgemeinen Verwundeten-Sterb-chkeit einerseits, der Sterblichkeit unter den Operirtenihrerseits besteht in obiger Zusammenstellung in denuerspalten 1 bis 5, während die besonders zahlreichenodesfalle unter den Operirten vom südwestlichen Kriegs-kauplatz nicht im Einklänge stehen mit der massigenterbeziffer aller daselbst Verwundeten; die Verhältnisse°t dem südöstlichen und nördlichen Kriegsschauplatzepllen sich sogar genau umgekehrt dar, je nachdem man* Sterblichkeit unter den Verwundeten überhaupt oderter den Operirten in das Auge fasst.

Wesentlich geringere Abweichungen finden sich, wenni die Sterblichkeit unter den in den einzelnen MonatenRundeten mit derjenigen der Operirten aus denselbenonaten vergleicht. Zieht man nur die Summe der Glied-Setzungen in Betracht, so sind die Schwankungen ihrerfolge sogar genau gleichartig den Schwankungen der all-deinen Yerwundeten-Sterblichkeit, wie ein Vergleich derspalte 11 in nachstehender Uebersicht I mit S. 101 im

Bande dieses Berichtes darthut. Danach starben

nach

nach

von

Glied-

Absetzungen

Verwundeten

absetzungen

am

aus den

) Monat

überhaupt

überhaupt

Oberschenkel

August

1870

12.2

52.o

69.4

September

r>

13.i

62.6

76.,

Oktober

r>

12.6

56.5

78.3

November

n

9.9

50.4

68.i

Dezember

T

11.4

6O.2

71.o

Januar

1871

10.4

48.6

64.5

Hier wie schon in der vorigen, die Einflüsse derKriegsschauplätze vor Augen führenden Zusammenstellungsind die Ergebnisse der Absetzung am Oberschenkel, alsder wichtigsten und maassgebendsten Einzel-Operation,zum unmittelbarem Vergleiche beigefügt. Die Schwankungenderselben entsprechen den Schwankungen der Sterblichkeitunter den Operirten überhaupt bis auf den Umstand, dassdie Oberschenkel-Amputationen aus dem Oktober nochübler verliefen als diejenigen aus dem September.

Die bei weitem kleineren Zahlen der Gelenkaussägungen(Querspalte 18 in Uebersicht I) geben ein etwas anderesBild wegen der besonders ungünstigen Ausgänge der imDezember vorgenommenen Operationen dieser Art, vermögederen die höchste Sterblichkeit auf diesen Monat fällt; auchdie im August vorgenommenen Gelenkaussägungen führtenetwas häufiger zum Tode als diejenigen aus dem September.Lediglich die Resektionen sind nach Obigem Ursache, dassdie Summe der Gliedabsetzungen und Gelenkaussägungen(Querspalte 19 in Uebersicht I) wenigstens hinsichtlich derZeit der ungünstigsten Erfolge (Dezember statt September)von den zeitlichen Schwankungen der allgemeinen Ver-wundeten-Sterblichkeit abweicht.

Die grosse Mehrzahl aller im Dezember vorgekommenenVerwundungen sowohl als Operationen war durch dieSchlachten auf dem südwestlichen Kriegsschauplatze (beiLoigny-Poupry, Orleans und Beaugency-Cravant) herbei-geführt; andererseits haben diese verhältnissmässig verlust-reichen Dezember-Schlachten weitaus den grössten Theilaller auf dem südwestlichen Kriegsschauplatze erlittenenVerwundungen geliefert. Die für die Verwundeten über-haupt, namentlich aber für die Operirten ungünstigen Be-dingungen, welche auf diesem Theil des Kriegsschauplatzesobgewaltet haben und in der ersten der obigen Zusammen-stellungen zum Ausdrucke gekommen sind, müssen daheroffenbar mehr oder weniger ausschliesslich als Ursache da-für angesehen werden, dass die Sterblichkeit unter den im De-zember Verwundeten, namentlich aber unter den im DezemberOperirten eine so viel höhere als unter den Verwundetenund Operirten aus dem November und Januar gewesen ist.

Minder klar ist der Grund für die hohe Sterblichkeit

(55.8 £) unter den im Februar 1871 Operirten. Für die

Gliedabsetzungen allerdings würde derselbe darin gefunden

werden können, dass es sich zu dieser Zeit, nach Beendigung

(Folgt Uebersicht I. Fortsetzung des Textes auf S. 197.)

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