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3. Chirurgischer Theil A (1890) Die Verwundungen durch Kriegswaffen bei den Deutschen Heeren im Kriege gegen Frankreich 1870/71 : Allgemeiner Theil
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I. Kapitel: Kriegschirurgische Anschauungen zur Zeit des Deutsch-Französischen Krieges u. s. w. Band III. Allgem. Theil.

Tabelle IV.Uebersicht über die Zeit des Todes bei den im Inlande an Brustwumlen gestorbenen!

Deutschen Verwundeten, vom Tage ihrer Ankunft in einem einheimischen Lazareth an|

gerechnet.

Art der Verwundung

Gesammt-

zahl

der im

Inlande

Ge-storbenen

Von der Gesammtzahl starben

u

ZJ

s

s

3

A

013

am

Tage

der

Ankunft

am1.

Tage

am

2.Tage

am

3.

Tage

am 4.bis 6.Tage

in der1. Woche

(Spalten5 bis 8)

inder

2.Woche

inder 3.und 4.Woche

im1. Monat

(Spalten9 bis 11)

im2.

Monat

im

3.Monat

späte!

0et

h3

nach der Ankunft

i

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

14

15

l

132

_

2

3

4

10

19

21

53

93

27

6

6

2

Verletzungen d. knöchernen Gerüstes |ohne Eröffnung der Brusthöhle . /

361)

1

3

3

7

5

11

23

9

1

1

3

Durchbohrende Brustwunden . . .

66 1)

2

1

2

5

10

17

21

48

7

1

in

4

Brustwunden ohne nähere Angabe .

76

2

3

6

11

14

25

50

11

7

8

5

Summe der Brustwunden .

310 2 )

1 -

7

4

12

24

47

1

110

214

54

15

25

') Einschliesslich Eines, desBen Todestag nicht bekannt ist.2 ) Einschliesslich Zweier, deren Todestag nicht bekannt ist.

der Tod unterwegs, sondern auch wenn er sehr bald nachder Ankunft eines Verwundeten in einem einheimischenLazarethe eintrat. Von diesem Gesichtspunkte aus sinddie vorstehenden Tabellen II und IV entworfen. Danachstarben am Tage des Eintreffens

von den mit Schädelwunden Transportirten

Ilalswunden

Unterleibswunden

Oberschenkelwunden

Unterschenkelwunden

Fusswunden

6

1243

, _______!_

Summe 17

Am ersten Tage nach der Ankunft gingen im Ganzenmit Tode ab 25, am zweiten Tage 15, in der ganzen erstenWoche 180.

Eine Ergänzung des Vorangegangenen liefert dieStatistik der Operirten. Nach Tafel II zu dem KapitelGrössere Operationen" dieses Bandes sind von 3259grösseren') Gliedabsetzungen und Gclenkaussägungen2243 = 69& auf dem Kriegsschauplatze, 850 = 26° imInlande vorgenommen worden. Die günstigeren Bedingungenfür die Verwundetenpflege, welche in der Heimath ob-walteten, kommen unverkennbar darin zum Ausdruck, dass

!) D. h. mit Ausnahme derjenigen an Mittelhand und Fingern,sowie an Mittelfuss und Zehen.

von den auf dem Kriegsschauplatze Operirten 54-",-, vonlden in einheimischen Lazarethen Operirten aber 11111' 439starben. Noch etwas grösser stellt dieser Unterschied zi IGunsten der Evakuirten, besonders bei den Gelenkaursägungen, sich dar, wenn man die Operationen im In-lande als sämmtlich sekundäre nicht der Gesammtzahl der IOperationen, sondern wie es offenbar angemessener isi I lediglich der Zahl der Sekundäroperationen auf dalKriegsschauplatze gegenüberstellt. Es starben nämlich f(vergl. Tafel III zu dem KapitelGrössere Operationen')

in mobilenLazarethennach sekundären Glied-

absetzuugen..... 66 A

nach sekundären Gelenk-aussägungen . . .

in immobilenLazarethen

53 £

48 n

31 £

Tafel IV (zu dem genannten Kapitel) zeigt, dass dielOperationsergebnisse im Inlande im Vergleich zu dem A»gange der Sekundäroperationen auf dem Kriegsschauplätzesich bei den Verwundeten aus allen Schlachten erheb-lich günstiger gestalteten, also nicht nur nach dem ver-lhältnissmässig kurzen Transport, welchen die bei Wortlilund Spicheren Verletzten zu ertragen hatten, sondern aucllnach der weiten Eeise von Baris, Orleans, Amiens u. s. »ddesgleichen bei denjenigen, welche der minder geordneten I