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Johannes de Boria Moralische Sinn-Bilder
Entstehung
Seite
186
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( 186)XCIII.ffarth wird durch Demuth über-wunden.Jn hochmüthiger und vermessener Mann / läßt sich einen an-dern nicht vorkommen / der eben so hochmüthig und stoltz / wieer. Diese Beyde streiten und fechten stets mit einander / inSdem jedweder einen Schwarm seiner Anhänger und seiner Rottenach sich ziehet / und keiner dem andern in etwas zuvor geben wil.Das Einige / das sie überwinden und vonsammen bringen kan / istwas Niedriges und Demüthiges / welches ihnen nicht Platz läßt / daßsie sich mit ihren Rotten und Eifer höher schwingen / sondern indemes sich selbst erniedriget und zu ihren Füssen wirfft / und hinwieder-umb ihre Füsse / gleichsam mit den Seinigen (ihre Härte zu erwei-chen) vermenget / wie die inständig bittenden zu thun pflegen; ihrenHochmuth verwickelt und zu nichte macht. Welches mit dem Sinn-bilde des Elephanten und Lammes / und den beygeschriebenen Wor-te: Hochmuth wird durch Demuth überwunden / ent-worffen wird. Denn von den Elephanten schreiben die Naturkün-diger / daß sie nichts mehr zähme und demüthige / als ein Lamb / da-vor sie auch fliehen. Wie von den Elephanten des Epirotischen Kö-nigs Pyrrhus erzehlet wird /denen die Römer / in dem mit ihme ge-führten Kriege / aus sonderbahrer Krieges=List Lämmer entgegengesetzet / und auff diese Weise / sie in die Flucht bracht / das Treffenerhalten und den Sieg davon getragen.