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Johannes de Boria Moralische Sinn-Bilder
Entstehung
Seite
178
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( 178)LXXXIX.So nehren sich die Starcken.Apffere und strenge Leuthe wissen nicht allein im Glücke ih-rer Tugend zu gebrauchen / sondern auch aus den größten### Widerwärtigkeiten und Unglücke / sonderbahren Nutzenzu ziehen / indem sie dieselbe mit solchem Gemüthe und Verstandeüberstehen / daß sie sich durch die viele Handlungen eine Fertigkeit zuwege bringen / darinnen die Tugend bestehet. Welches / wenn esgeschehen / so scheinen ihnen diese Beschwehrligkeiten so leichte undangenehm / daß / indeme sie sich in ihre Tugend gleichsam einwickeln /mit ihnen zugleich sich unterstützen und erhalten. Welches mit demSinnbilde des Strauses / so Eisen frißt / und der Beyschrifft: Sonehren sich die Starcken / bemercket wird / zu lehren: Wie die-ser Vogel mit einer solchen Wärme des Magens und Hefftigkeit derGeister begabet / daß er Stein und Eisen verzehren und sich damitnehren kan. Also müssen auch Tapffere und Großmüthige Leuthevom Unglücke sich erhalten und daraus Vortheil ziehen / es sey sohart und herbe als es immer wolle.