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Johannes de Boria Moralische Sinn-Bilder
Entstehung
Seite
66
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( 66 )XXXIII.Was zu fliehen / wil ich haben.DEr Schaden des Kriegs ist so viel grösser und härter /ie nä-her er einem ist; Es wird gewiß dasjenige vor ein großSElend gehalten / davon einer in dem Lande und Reiche / dar-innen er sich aufhält/ Theil nimmt/ noch grösser / wenn solches in einerStadt in der er wohnet / geschicht. Aber wenn es sich in seinenHause begiebet / so ist die Gefahr und Elend so bitter / daß nichts mitihr zuvergleichen. Welches / so es sich also verhält / so muß der Krieggrausam und entsetzlich seyn / den einer in sich selbst hat / auch der Scha-den so darauß entstehet / viel grösser / wenn nehmlich der Wille / anStatt der Vernunfft zu gehorchen / den Begierden folget/jener abersich widersetzet. Dahero entstehen so viel Streite und Treffen /welche in deme ohne diß schon abgemergelten und an sich selbst elen-den Menschen / ein solches Wancken und Unbeständigkeit verursachen /daß er dasjenige fleucht / was er thun solte / und dasjenige verfolget / soihme im minsten anstehet und gebühret. Wer diesen Zanck und Streitvorstellen wolte / (doch selber frey von der gleichen verderbten Verlan-gen) könte es thun unter dem Sinnbilde der Motte so sich selbst ver-brennet / und der Uberschrifft / was zu fliehen / wil ich haben /weil solches denen wiederfähret / so die Vorschläge der rechten Ver-nunfft nicht annehmen / sondern den bösen und Halßstarrigen Lüstengehorsamen / und sich an die Sachen hencken / die ihnen am wenigstenanstehen / ja die sie vielmehr am weitesten von sich weg thun solten.