Druckschrift 
Johannes de Boria Moralische Sinn-Bilder
Entstehung
Seite
64
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(64)XXXII.GOttes Wercke.W GOtt gleich ohnmügliche Sachen uns zugebiethen schei-net / wenn er uns Jhme nachfolgen heisset / weil seine Wer-cke mit unendlicher Weißheit gemachet sind / dennoch / wennwir die Sache recht erwegen / geschicht eben dieses nicht ohne gros-se Barmhertzigkeit / indeme er zugleich damit / wenn er uns seineNachfolge anbefiehlet / auch seine Gunst und Gnade verheisset / durchderen Hülffe von uns alles kan geleistet und vollbracht werden/ wennes auch noch so schwehr schiene. Die Kennzeichen und Gründe / sowir GOttes Wercke zu erkennen haben / bestehen darinn / daß sie ge-macht sind in Zahl/Gewicht und Maaß. Welches mit dem Sinn-bilde vorgestellet wird, dessen Uberschrifft, GOttes Wercke.Wer sich dieses vor Augen stellen will / der ziehe es auf sich / und be-fleisse sich in allen Dingen / die er vornimmet / daß alles geschehe inGewicht / Zahl und Maaß. Und dieses wird GOtt und vernünf-tigen Leuten angenehm und wohlgefällig seyn.