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Johannes de Boria Moralische Sinn-Bilder
Entstehung
Seite
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( 56 ) 58XXVIII.Man stehe.An hält davor daß diese auf festen Fuße stehen / die nach derTugend leben / und dahin alle ihr Thun richten / die abereinen andern Weg gehen / die fallen / wie man sagt / auseigner Schuld. Und dieses wird durch das Sinnbild eines Bau-mes / dem die Aexte an Aest und Wurtzeln geleget / gewiesen / wienehmlich sichs gezieme / tapffer und beständig zu seyn / und von deninnern Bewegungen des Gemüthes / oder äusserlichen Beschwer-ligkeiten und Widerwärtigkeiten / sich weder überwinden noch ab-wenden zu lassen. Denn wie viel schwerer es ist / von dem stehendenBaume Holtz zu lesen / so viel leichter wird vollends verderbet undzu nichte gemacht / was schon lieget. Diesem zubegegnen / mußman allzeit festen Fußes stehen / wie mit der Beyschrifft / man stehe /angedeutet wird / und in allen Verrichtungen / so wohl bey den Für-sten am Hofe / als in andern Kriegs= und gemeinen Händeln / seinenMuth und Beständigkeit sehen lassen. Mit Tapfferkeit undDaurhafftigkeit entwerffen wir bey GOtt und Menschen was wirhaben wollen.