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Johannes de Boria Moralische Sinn-Bilder
Entstehung
Seite
18
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(18)55IX.ch sterbe zweymahl.Ichts verletzet das Gemüthe hefftiger / als wenn man sichvon seinen eignen Waffen getroffen und verwundet siehet /es sey / daß einer entweder seinen Willen des andern Ty-ranney unterworffen / oder sich demselben also entdeckt / daß dieser /weil er seine Heimligkeit weiß / ihn gleichsam vor seinen Sclavenhält; oder so jemand einen, bey einen Fürsten wohl anbracht, derihme nicht davor mit solchen Dancke als er solte / begegnet. Wervon diesen Dingen etwas erfahren hat / der wird gewißlich am bestendarthun können / was dieses Sinnbild mit einen Adler / der von einen mitseinen Federn gefiederten Pfeil getroffen / und der Beyschrifft: Ichsterbe zweymahl / bedeute. Man fühle nemlich die Streichedoppelt / so man von seinen eignen Waffen empfänget / weil derselbi-ge / so also verletzet / sowol über seinen Feind / als über sich selbst / alsder die Waffen / womit er verwundet / ihme selbst in die Hand gege-ben / zu klagen hat.