(8)55IV.Inwendig verborgen.Fe viele / die vor klug und tapffer angesehn und gehaltenworden / der von ihnen gemachten Hoffnung / wenn sie zuwichtigern Geschäfften gezogen worden / kein Gnügen ge-Nthan; Es sey / daß entweder an ihnen wahr worden was man imSprichwort sagt: Ehre verändert das Gemüthe / und die Verwal-tung prüfet den Mann. Oder daß die an ihnen vorblickende Kräffte,nicht zugereichet: Also lassen im Gegentheil andere die mit vielerTugend und vortrefflichen Gaben versehen / aus Mangel der Gele-genheit / die Tugend damit sie begabet nicht zum Vorschein kommen.Welches mit diesem Sinnbilde / vom Stahl und Feursteine / mit derBeyschrifft: Jnwendig verborgen/ kan gelehret werden. Indem es dahin gehet / wie der Feuerstein das Feur in sich beschlossenbehält / biß es durch den Stahl daraus geschlagen wird / also nehmedas edle Feur / so einer in seiner Brust beschlossen trägt / aus Er-mangelung der Gelegenheit / damit er seine Tugend und Tapfferkeitkönte sehen lassen / ab / und sey ohne Glantz.
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