(6)III.Leicht und einen Augenblick.B gleich die Lasten und Beschwerligkeiten / die in dieser Weltein jeder in seinem Stande tragen muß / bißweilen einenalso niederdrucken und beschweren / daß es scheinet als fielensie mit Gewalt auf seine Schultern / so darff er doch nicht erschreckennoch verlohren geben und die Last sich zugleich niederwerffen und zuBoden legen lassen; sondern vielmehr die Schultern darstrecken /und neue Kräffte und Vermögen zu ertragung der Last vorsuchen /welches durch dieses Sinnbild des Atlas (von deme die Alten gedich-tet, daß er die Welt auf seinen Achseln trage, ob wol von einem ho-hen Berge ihme der Nahme gegeben worden / oder / weil er eingrosser Sternseher gewesen) und dessen Uberschrifft / Leicht undeinen Augenblick / angewiesen wird. Weil ohne Zweiffel in die-sem Leben keine Last so schwer seyn kan / die nicht leichte scheinen sol-te / wann sie mit der Belohnung / welche wir vor unsre Trübsal injenem Leben hoffen / verglichen wird / solche Trübsal auch an sich selbstnicht schwerer ist als daß wir sie ertragen können / und nicht längerals uns dienlich ist / wäret. Sintemahl in diesem Leben niemahlseiniges Ding stetswährend/ auch nicht viel vorkommt / daß viel undlange Zeit aushalte.
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