Rasereyen / die hier begangen worden: Was ich meines Theilsdabey erlitten und verlohren / lässet sich ohne nasse Augen nichtwiederholen:Es ist genug bekant; Wie ungerechtes Wüten /Raub und Verwüstung hat in unsre Mauren bracht;Des Neckers Paradieß zu schlechten Schäfer-Hütten,Das schöne Heidelberg zur Heiden fast gemacht.Die Brände / welche noch an diesen Ufern liegen /Die Asche / welche noch auf Berg und Feldern stäubt /Sind Zeichen des Verlusts / sind Zeugen von den Kriegen /Der uns die Thränen offt / noch in die Augen treibt.Hauß / Kirchen / Heiligthum / Hoff / Gräber und Paläste /Hat Feind und Raserey in Staub und Grauß verkehrt.Was bleibet endlich frey? Was stehet endlich feste?Wenn man der Könige Gebeine selbst versehrt.Wie ich mein Vaterland nun damahl müssen lassen;Und mit dem Rücken Freund und Güter sehen an;Den schwachen Wanderstab vor eine Stütze fassen /Ist keiner / der / als Er / es besser wissen kan.Wann dann / HochgeEhrter Herr und Goͤnner / ichvorlängst die Ehre seiner Bekant= und Freundschafft geno-sen / also hat Er durch sonderbahre Wohlthaten / die Erin diesem meinem Unglücklichen Zustande mir erzeiget /mich doppelt verbunden und durch beständige Gewogenheitnoch mehr zum Schuldner gemacht.Ich werde dieses Lebenslang erkennen und rühmen /und habe dannenhero zu einiger Bezeugung dieser meinerErkäntlichkeit / gegenwärtige Ubersetzung der MoralischenSinnbilder des J. Boria Demselben schuldigster Maßen über-reichen und zueignen wollen.Era 3
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten