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Die Treppenhaus-Fresken von Carl Gehrts
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Gemächer im Palast von Mantua noch heutetrotz allen Ruins Zeugnifs von ihrem Kunst-sinn ablegen, erinnert zugleich an ihre Hei-math, den Hof der Este in Ferrara, mit dessenregierender Fürstin Lucrezia Borgia sie einenlebhaften und interessanten Briefwechsel unter-hielt. Als dritte Frauengestalt sehen wir Vit-toria Colonna, die berühmteste Dame Italiens,aus einem der ältesten FürstengeschlechterEuropas stammend, Michel Angelos unsterb-liche Freundin. Der goldene Lorbeer schmücktdas Haupt der ernsten Dichterin, deren edlesLeben trotz aller Zurückgezogenheit seit demTode ihres Gatten eine so grofse Rolle spielt,dafs man sich die ganze Zeit ohne sie nichtdenken mag. Die Fürstin sieht über alle Künstlerhinweg zu ihrem grofsen Freunde hin.

Auf der Seite der deutschen Künstlerfinden wir neben dem treuherzigen Dürer denorofsen Holbein, Cranach und die berühmtenNürnberger, die Holländer, die Flamänder unddie Spanier von Sansovino und Antonello daMessina begrüfst, welch letzterer die vonvan Eyck erfundene Oelfarbentechnik aus demNorden mitbrachte und in Italien heimischmachte. Ein Kupferstich-Händler, welcherauf der Erde kauert, zeigt Rembrandt einigeAbdrücke. Wir werden dadurch an die grofseWichtigkeit erinnert, welche damals diesenoch junge Kunst erlangt hatte, und welcherdie Deutschen hauptsächlich ihren Ruf inItalien verdankten. Es ist eine oft wieder-