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opfert ihr ein miniaturhaft fein ausgeführtesTriptychon, während die Vertreter der dreiStände die andächtige Gemeinde darstellen.Ist so das keimende Kunst -Interesse im Mittel-alter wiedergegeben, '^igpVzeigt die nächsteLünette gegenüber der griechischen die zweite
Freiheit und Glanzepoche der Kunst in der Renaissance-Triumph. Zeit D j e Antike feiert ihre Wiedergeburt;Jeder, der auf Bildung Anspruch macht, willtheil daran haben, die Scholastik zu ver-scheuchen, den Humanismus zu heben. Sosehen wir den Genius abermals auf demThrone, umgeben von berühmten Männernund vornehmen Frauen Italiens. Selbst derPapst, die Cardinäle und der Doge von Ve-nedig nahen sich, ihr zu huldigen. So könig-lich und erhaben wie in der griechischen Zeit,ist die Kunst jetzt nicht, aber die Vornehmstenliegen ihr zu Füfsen.
Als Lehrerin Dj e folgende Lünette stellt das Aufblühendes Kunstgewerbes dar, wie die Kunst herab-gestiegen ist in die Werkstätte des Hand-werkers, wie sie dort lehrt, unscheinbareGebrauchsgegenstände zu verschönern unddurch die Form zu veredeln.In Ver- So naht allmählich die sinnliche Zeit des
sudiung. r ococo m ft all ihren üppigen Ausgeburten,all ihren Schlössern von phantastischer Pracht,die für eine in Sinnlichkeit versunkene Mensch-heit geschaffen zu sein scheinen. Die Kunstwird »in Versuchung« geführt. Ein alter Geckverlangt von ihr, dafs sie das lüsterne Buch,