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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
Entstehung
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645
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VierterAbschnitt. Die Dichtung 645

in der Reihenfolge ihrer Behandlung angegeben. Altercatio yemis et estatis.Iustitia et misericordia. Liebeskonzil von Remiremont. Caro et anima. Ver-sus de morte et divite. Dialogus mortis cum homine. Dialogus inter aquamet vinum. Altercatio vini et cerevisiae. Altercatio carnis et Spiritus. Car-nalis et spiritualis homo. Ganymed und Helena. Conflictus hyemis et estatis.Estas et hiems. Causa divitis et Lazari. Causa pauperis Scolaris cum divite.Streitgedichte des Petrus von Blois und Robert von Beaufeu über Wein undBier. De Phillide et Flora. Conflictus mundi et abrenuntiationis. Causa Aciset Polyphemi. Causa pauperis Scolaris cum presbitero. Causa viri ementulati.

Die achte Abteilung begreift die Lyrik und zwar die weltliche und diereligiöse. Beide Richtungen finden sich meist vereint in den lyrischen Samm-lungen des Mittelalters, ja sie gehen sogar in einzelnen Gedichten ineinanderüber. Die einzelnen Bestandteile der zahlreichen Sammlungen, unter denendie Carmina Burana mehrere hundert Lieder enthalten, können hier natür-lich nicht aufgeführt werden. Als bekannte Hauptvertreter der weltlichenLyrik aber sind Hugo Primas von Orleans, der Archipoeta und Waltervon Chatillon namhaft zu machen, während der * Liederreichtum des WalterMap vor der modernen Kritik nicht mehr bestehen kann. Ein ungleich grö-ßeres Feld aber beansprucht die religiöse Lyrik, da sie zum Gottesdienstgehört und ihre Verbreitungsmöglichkeit in Brevieren, Gradualen, Sequen-tiaren und Hymnarien eine sehr ausgedehnte war. Fast sechzig Bände Ana-lecta hymnica haben Dreves, Blume und Bannister mit dieser Lyrikgefüllt. Die Verfasser der Gedichte sind zumeist unbekannt, selten und oftnur zufällig haben sich ihre Namen erhalten, und daher ist die Zahl derhier aufzuzählenden Namen im Verhältnis zu der ungeheuren Masse derDichtungen sehr klein. Zu nennen sind *Petrus Damiani, Gottschalk vonLimburg, *Thiofrid von Echternach, *Sigebert von Gembloux, *PetrusAbaelard, Imbrico von Würzburg, Adam von St. Viktor, Konrad von Hirsch-au, Aelred von Rievaux, *Petrus von Cluni, *Hildegard von Bingen, Guidovon Bazoches, Herrad von Landsberg, Walter von Chatillon, Berterus vonOrleans, *Petrus von Blois, Bischof Bruno.

Die neunte und letzte Abteilung umfaßt die dramatische Poesie, die sichim weltlichen Drama zum Teil auf die antike Komödie stützt und zumeistdie elegische Form besitzt, während das geistliche Drama eine rein mittel-alterliche Schöpfung auf biblischem, liturgischem Grunde darstellt und sichder rhythmischen Form bedient. Die Grenzen des elegischen Dramas sindübrigens hier ziemlich weit gesteckt, indem auch kurze Gedichte dazu ge-rechnet werden, die mehr poetische Erzählungen darstellen oder auch zuden Schwänken zählen. Ich habe mich dem herrschenden Gebrauche ange-schlossen und für jene beiden Gattungen keine besonderen Kategorien auf-gestellt. Für die elegische Komödie und Tragödie, die übrigens meist ano-nym überliefert wird, kommen folgende Gedichte in Betracht: Der Amphi-truo und die Aulularia des Vitalis Blesensis. Die Komödie Baucis. Die Aldades Guilelmus Blesensis. Versus de Affra et Flavio. Der Milo des MatthaeusVindocinensis;der Miles gloriosus und die Lydia von Nachahmern des Matt-haeus. De nuntio sagaci. Pamphilus et Gliscerium. Babionis comoedia. Demercatore. Pamphilus de amore. De tribus puellis. De tribus sociis. De