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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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631
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G. Biographie. Hagiographie. Geographie 631

Ueberlieferung. Das Symbolum findet sich im Cantabr. Trin. Coli. R. 7.11 s. XIII_XIV und 0.10.16. Mus. Brit. Gotton Cleop. D.V. Ausgabe bei Brewer, Opera1, 199 ff-

Gemma ecclesiastica. An die Spitze dieses didaktischen und moral-theologischen Werkes, das er 1197 verfaßte und zwei Jahre später mit nachRom nahm, hat Girald zunächst eine Vorrede gestellt, die sich ganz im all-gemeinen über die Wichtigkeit schriftstellerischer Arbeiten ausspricht.Eine zweite Vorrede leitet das Werk ein und wendet sich an die Klerikervon Giralds Archidiakonat. Der Verfasser tritt hier für das Ausziehengrößerer Werke ein, das er dem Sammeln von Edelsteinen im Meeressandevergleicht. Daher wolle er für seinen Klerus aus dem Leben der Heiligenzur Lehre und zum Beispiel sammeln. Der erste der beiden Teile beginntmit Vorschriften über Heilighaltung und Bewahrung der Hostie, dann liestman über die Taufe und über die Gewalt des Kreuzes. Das zweite Buch be-schäftigt sich eingehend mit der geschlechtlichen Enthaltsamkeit der Kleri-ker und mit ihrem sonstigen sittlichen Leben und spricht zum Schluß vonGeistlichen, denen die nötige Bildung fehlt und die nicht genug Lateinkönnen, um die heiligen Schriften richtig auszulegen, wobei zuweilen rechtkomische Dinge erzählt werden. So von dem Geistlichen, der die WorteJiis opus 1, in ,dicite quia dominus his opus est 1 so auffaßte, daß er erklärte,Dicite quia dominus habet herbam illam quae vocatur hisopus', oder von demKleriker, der alludens Anglico tarn appellativo quam proprio das Wort Apo-kalypsis erklärte mit ,sacculus Lipsi 1 .

Von Anführungen seien genannt 2, 5 p. 185 = Gellius N. A. 1, 8, 3 ff. die Geschichtevon Lais und Demosthenes kurz zusammengezogen, aber auf Diogenes übertragen,während die Erzählung 2, 1 p. 172 fast mit den gleichen Worten 1 von Demosthenesberichtet wird. 2, 9 p. 210 wird eine Stelle aus Hraban super Exodum zitiert und 2, 14p. 232 ff. der Brief Hildeberts 1, 33. 2, 28 p. 309 wird ein längeres Zitat aus Arator(Act. apost. 1, 404416) gegeben mit den Lesarten 404 et] hoc. 405 pompaj massa407 DestituiJ Contemni. 410 Consimili] cum simili. avaro. 413 CuiusJ eius und 2, 28p. 309 steht Claudian. im Eutrop. 1, 205209.

' Ueberlieferung in London Lambeth 371 s. XIII. Ausgabe von Brewer, Giraldiopera 2, 3364. Ausführliche Inhaltsanalyse daselbst p. XVILXX.

De rebus a se gestis. Die breiteste Übersicht über sein Leben gabGirald in den drei Büchern De rebus a se gestis. Das Werk, nicht voll-ständig erhalten, ist etwa 12041205 verfaßt; es reicht heute bis 1200.Das erste Buch erzählt die Jugend bis etwa 1176, das zweite berichtet überdas Mannesalter und das dritte und bei weitem ausführlichste 2 schil-dert das höhere Alter. Während also die Grundlage chronologisch ver-fährt, ist das im einzelnen wohl nicht immer der Fall. Das hier ver-einigte Material ist sehr umfangreich und sehr bedeutend und es ist nichtabzuweisen, daß sich Girald für diese Selbstbiographie frühzeitig Aufzeich-nungen machte. Briefe und andere Aktenstücke geben dem Werke einesehr sichere Grundlage.

Ueberlieferung im Mus. Brit. Cotton Tiber. B XIII s. XIV. Ausgabe von Bre-wer, Opera Giraldi 1,3122; vgl. p. LXXXVIIIXCI.

Das deutet möglicherweise auf eine Zwi- 2 Es besitzt noch 19 Kapitel, nach derschenstufe, die von Girald benutzt sein Uebersicht der Aufschriften (Op. ed. Bre-nnte, Walter Map De nugis curialium ed. wer 1, 518) hatte es aber 238 Kapitel,M.R.James p. 153, 3ff. ist es aber nicht wovon die letzten 31 lauter Visionen er-gewesen. zählten.