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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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604 Dritter Abschnitt. Die GescJiichtschreibung

liehe Angaben bei allen früheren Schriftstellern macht. Der Verfasser be-gleitet dann Dietger nach St. Cyriak bei Worms 1 und nach Hirschau woer Mönch wurde. Dort erhält er vom Abt Wilhelm den Auftrag, die Inter-punktion der Bibel zu verbessern. Dann wird er Prior von Reichenbach und1088 Abt von St. Georgen, wobei seine Weihe sehr ausführlich dargestelltwird. Aber der böse Feind setzt ein, der das gute Verhältnis zwischen demAbt und dem Volke zu zerstören sucht und das Volk zum Angriff auf Klo-ster und Abt drängt; doch mit Hilfe des Himmels kommt es zu einer wun-derbaren Sinnesänderung im Volke. Dann wird dem Leser die große Ent-haltsamkeit Dietgers von jeder besseren Speise und von gewählteremTranke vorgeführt, ferner die Austreibung eines Schlafsüchtigen aus demKloster und die Hilfe, die Gott dem Abte in den Zeiten der Hungersnot ge-währt. So stand Theoger in Ruhm nicht nur beim Hofe und beim Papstesondern viele Leute vertrauten ihm ihre Kinder an, so daß in den ihm unter-stellten Klöstern an 700 Mönche und Nonnen weilten. Dafür erfreute sichDietger der besonderen Hilfe Gottes und des hl. Georg. Dann wird ausführ-lich von den Nonnenklöstern und von dem Einfluß des Abtes auf deren In-sassen gesprochen und hieran schließt sich eine lange Geschichte von einemMädchen, das nur mit Gewalt zum Eintritt ins Kloster gezwungen werdenkonnte; beim Ende dieser Nonne wird eine Vision erzählt und deren Er-klärung mit Anschluß an das Paschale carmen des Sedulius 2 und mit Zu-hilfenahme musikalischer Momente gegeben. Nach dem Bericht über wei-tere Visionen und über die Gründung oder Wiederherstellung von Klösternschildert der Verfasser das Beispiel, das Dietger seinen Mönchen gab unddessen Stellung als Friedensstifter zwischen Gemeinden im Elsaß und zwi-schen zwei Rittern aus der Umgegend, sodann seine Gewalt über den Teufelund seine Dämonen. Am Schluß des Buches, soweit er erhalten ist, werdeneinige Wunder Dietgers erzählt.

Das erste Buch enthält also sehr ausführliche Darstellungen über dasäußere und innere Wirken Dietgers als Abt von St. Georgen. Das zweiteBuch, das geschichtlich bedeutend wertvoller ist, läßt einen tiefen Blick indie politischen Zeitverhältnisse tun und gibt einen guten Begriff von demfeindlichen Zustand zwischen Kaisertum und Kirche zur Zeit Heinrichs V.Der Bericht geht hier von Bischof Adalbero IV. von Metz aus, der simoni-stisch erwählt, nach Ansicht der Anhänger der Reform sein Bistum 24Jahre bedrückte. Sehr ausführlich wird die Wahl Dietgers zum Bischof vonMetz erzählt. Er ist zwar höchst unglücklich darüber, beschließt aber zugehorchen und trifft mit dem päpstlichen Legaten in Koblenz zusammen,um mit ihm nach Köln, Deutz und Gladbach zu reisen und endlich in Korveidie Weihe von ihm zu empfangen. Dann wird von weiteren Reisen des neuenBischofs erzählt, auf den in den Vogesen ein Überfall gemacht wird. 3 UmMetz zum Gehorsam gegen Dietger zu zwingen, untersagt der Papst jede

1 MG. 12, 451, 45 Qui canonicus factus in 2 P. C. 3, 33—39.ecclesia s. martiris Cyriaci novae domus iux- 3 In Kap. 23 wird auf eine verloren gegan-tet Mogunüam. Daß es nicht Mainz, sondern gene Stelle aus dem Anfang des Werkes an-Worms heißen muß, erwies Ad. Helms- gespielt (p. 476, 30) ille Gerungus miereratdörfer, Forschungen z. Gesch. des Abtes quiutinprimahuius operispartememmimus,Wilhelm v. Hirschau S. 41 n. 1. Theogerum . . . Hirsaugiam . .. destmarat.