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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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559
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F. Klostergeschichte 559

mm Leodii positus usgue ad annos 18 aetatis suae ibi mansit, ubi quantum metro et'rosa profecerit, ex scriptis eius et opusculis eius . . . plane intelligi poterit. lamque factus' ibdiaconus libertatemque eundi quo vellet adeptus, amore cuiusdam derlei sodalls suinmine Lambertl, qul confessus el fuerat, quia Porcetl vellet monachus fieri. . . cum MoPorcetum. . transivit; nichil tarnen minus fuerat ei tunc in voluntate quam monachumtieri 3 P- 273, 13 Multas autem et gravissimas frequenter iniurias prius in Porcetosustinuerat, cum primum positus custos et Scolaris magister puerorum inde cellerarius,deinde minor atque maior prepositus.

(In St. Trond) 8, 4 p. 273, 29 et pueros vix ,musam' declinare sciolos, non tarn dietamenauam metrum quoque componere docu.it . . . Instruxit etiam eos arte musica seeundumGuidonem et primus illam in claustrum nostrum introduxit ... 5 p. 274, 4 Sed cum nes-ciret seeundum usum claustri cantare . . . miro quidem . . . labore . . . graduale unum propriamanu formavit purgavit punxit sulcavit scripsit illuminavit musiceque notavit ...15p. 278,36 Extat volumen opusculorum eius in cuius praefatione invenitur quid scripserit, quidmodulatus fuerit et cur et quando. Extat et aliud volumen Septem librorum eius quos contrasvmoniacos scripsit, quatuor ratione, tribus agens auetoritatibus. Seine Gesta reichen bis1108 wie er selbst sagt 7,16 p. 272, 7 adhuc restat inde dicenda gravis inquietatio, quamUli scribendam servamus, qui gesta huius abbatis post domnum Theodericum assumet sibiscribenda. Vgl. Balau, Biogr. nation. de Belgique 19, 618623 (1907),

Gesta abbatum Trudonensium. Rudolf widmete sein Werk allenNachfolgern in seinem Amte und den Mönchen des Klosters und spricht inder Vorrede zu ihnen wie ein schon Verstorbener. 1 Er erklärt, daß er vonkeinem älteren Bruder habe erfahren können, ob die alten Äbte von St. TrondMönche oder Kanoniker waren, bis er durch ein Buch mit dem Leben deshl. Silvester, der Translatio s. Benedicti und einer Predigt über die Assumptios. Mariae Aufklärung erhalten habe. Sonst habe er den Bericht glaubwür-diger Männer zu Rate gezogen und manches aus seiner eignen Zeit sehr aus-führlich wiedergegeben. Dann läßt er die gefundenen Namen der alten Äbtefolgen und bemerkt, daß er das, was erüber die Zeit nach Adelard II. schreibe,selbst erlebt oder von Augenzeugen gehört habe. Rudolf hat nun seineneignen Bericht auf sieben Bücher ausgedehnt.

Das erste behandelt die Regierung der ältesten bekannten Äbte, undRudolf zeigt hier durch ein Sachverzeichnis vom Jahre 870, daß frühermehr Reichtum in St. Trond gewesen sei. Das zweite beginnt mit der Abts-wahl im Jahre 1082 und gibt im 11. Kapitel Stücke aus zwei Briefen Niko-laus' I. Das dritte schildert die schwierigen Zeiten unter Abt Lanzo und dasvierte die Wirren, die nach Lanzos Abdankung und durch die ErhebungLuipos eintraten; es reicht bis zum Tode Luipos 1093. Das fünfte geht vonder Wahl Hermanns bis zur Wahl Theoderichs. Im sechsten Buche wirddie Einfachheit und die Armut des Klosters zuweilen recht drastisch be-schrieben 2 und die vielfachen Besserungen, die die Zeit Theoderichs brachte,werden gebührend gewürdigt; das Buch reicht bis zu Theoderichs Tode(1107). Das letzte Buch beschäftigt sich mit der schwierigen Abtswahl, dienun eintrat und die sich bis ins Frühjahr 1108 hinzog, ohne daß der Ver-fasser, der ja selbst Abt wurde, seinen Namen genannt hätte.

Rudolf hat in seiner Darstellung verhältnismäßig wenig Urkunden oderßücher benutzt, dagegen spricht er oft davon, daß er die Ereignisse selbersah oder sie von Augenzeugen hörte. Besonders hervorzuheben ist seineWahrheitsliebe. Sein Verhältnis zum Papsttum ist durch die Zeit gegeben, in

MG. 10, 228 dum adhuc in carne, qua das Werk erst nach seinem Tode im Klosternunc agonizatis, positus essem; vielleicht bekanntzugeben,ergibt sich daraus, daß er befohlen hatte, 2 Vgl. besonders Kap. 35.