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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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322 Dritter Abschnitt. Die Geschichtschreibung

Dietrichs von Metz und König Sigiberts III., Norbert von Iburg dasLeben Bennos von Osnabrück, ein italienischer Kleriker das Leben AnselmsvonLucca. Gegen Ende des 11. Jahrhunderts entstanden die Vita Theodericiabbatis s. Huberti, die Vita Wilhelmi Hirsaugiensis, die Vita AnnonisColoniensis, am Beginn des 12. Jahrhunderts die Vitae Stephani reeisUngarorum, die Vita Heinrici IV., Hariulf von St. Riquier schrieb die VitaArnulfi Suessionensis, Eadmer die Vita Anselmi Cantuarensis, Conrad dieVita Wolfhelmi Brunwilarensis, Guibert von Nogent verfaßte in De vitasua seine Selbstbiographie, das gleiche tat Balderich von Bourgueil imItinerarium, Walther von Therouanne und Galbert von Brügge schriebendie Vitae Karoli comitis Flandriae, Paul von Bernried die Vita GregoriiVII.Eine Selbstbiographie schrieb der jüdische Konvertit Hermann von KölnWilhelm von Malmesbury schrieb das Itinerarium Johannis abbatisMalmesburiensis, Milo Crispinus verfaßte die Vita Lanfranci, Suger vonSt. Denis die Vitae Ludovici VI. et VII., in Metz entstand die Vita TheogeriMettensis, Nizo schrieb die Vita Friderici Leodiensis, ein Mönch von Prüfening,Herbord, und Ebo verfaßten die Vitae Ottonis Bambergensis, Balderichvon Trier die Gesta Alberonis Trevirensis, in Kappenberg entstand die VitaGodefridi comitis Capenbergensis, in Magdeburg die Vita Norberti Magde-burgensis, in Paderborn die Vita Meinwerci Paderbrunnensis, in Mainz dieVita Arnoldi Moguntini. Johannes von Salisbury schrieb die Vitae Anselmiund Thomae Cantuarensis, in Aachen entstand die Vita b. Karoli Magni,Reiner von Lüttich verfaßte mehrere Lebensbeschreibungen von Bischöfenseiner Stadt und außerdem eine Selbstbiographie unter dem Titel De ineptiiscuiusdam idiotae. Herbert von Boseham schrieb eine Vita Thomae und denLiber melorum, Giraldus Cambrensis in De rebus a se gestis eine Selbst-biographie, nachdem er in der Invectiva und in De iure et statu Menevensisecclesiae schon Selbstbiographisches niedergelegt hatte.

Als Schluß sind hier noch die wenigen Werke zu nennen, die für die Geo-graphie in Betracht kommen. Der dem ausgehenden Altertum angehören-den Geographus Ravennas wurde um 1118 durch Guido von Pisa zum Teilin dessen Historiae variae aufgenommen. Johannes von Würzburg verfaßteeine Descriptio terrae sanctae und Giraldus Cambrensis verfaßte eineTopographia Hibernica, ein Itinerarium Kambriae und eine DescriptioKambriae, welche Schriften von hauptsächlich geographischem Inhalt sind.Endlich ist die Sammlung von Exzerpten historiographischer Werke zunennen, die Radulfus de Diceto in seinen Abbreviationes chronicorum an-gelegt hat.

ACHRONOLOGIE. ANNALEN. WELTCHRONIKEN

1. LAMPERT VON HERSFELD

Ich eröffne den historiographischen Teil mit einem Geschichtschreiber,dessen wichtigste Arbeit lange Zeit in höchster Geltung stand, da er eineder bedeutendsten Phasen der deutschen Geschichte des Mittelalters, den