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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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F. Literaturgeschichten 317

Ausdrücke zu erläutern, die in der Literaturgeschichte vorkommen, undzwar mit besonderer Berücksichtigung der Ausdrücke für Poesie; denn umdiese und nicht um die Prosa handelt es sich vorzugsweise. Der Lehrerwill zwar in Bescheidenheit ausweichen, ist jedoch bald bereit, den Wunschzu erfüllen, lehnt aber gleich Vollständigkeit ab.

Er beginnt mit dem zuletzt genannten allgemeinen Teile, und zwar beidem Worte Liber, und geht von da auf alles das kurz ein, was mit diesemBegriffe zusammenhängt. Hierzu benutzt er besonders den ausführlichenTheodulkommentar des Bernhard von Utrecht, daneben auch Isidors Ety-mologien, welche beiden Werke übrigens wichtige Quellen des Dialogusbleiben. Nach Verlauf dieser Einleitung setzt das eigentliche Werk ein,das mit einer Besprechung über Donat beginnt, bei welcher auch Priscianbenutzt wird. Bei der Auseinanderhaltung der verschiedenen Träger desNamens Cato wird der Remigiuskommentar zu Cato zu Rate gezogen, wäh-rend die Erläuterungen zu Äsop sich zum Teil auf Isidor gründen, was auchbei der Besprechung Avians der Fall ist. Von hier begibt sich Konrad zuden christlichen Dichtern, wo die Abschnitte über Sedulius und Juvencus ziem-lich selbständig erscheinen, obwohl der letztere wie auch der über Prosperaus Hieronymus schöpft und der über Theodul den Kommentar Bernhardsmit den Angaben Sigeberts 1 und des Anon. Mellicensis verbindet. Von daerfolgt der Übergang zu den auctores Romani. Bei Arator treten wiederschon verwertete Quellen auf und bei Prudentius erscheint Gennadius nebenden Accessus. Für Cicero, dessen Laelius und Cato maior besprochen werden,benutzt Konrad die Accessus, die aber sein folgendes Stück über Sallust nichtverwendet. Zu dem recht umfänglichen Abschnitt über Boethius, von demnur die Consolatio behandelt wird, werden vielfach die verschiedenen VitaeBoetbii herangezogen, zu Lucan außer den Accessus auch die CommentaBernensia. Von Horaz behandelt Conrad nur die Ars poetica (Poetria), daer die Oden, Satiren und andern Bücher als gefährlich ausschließt, und beiOvid gleitet er bald in eine Art christlicher Predigt, als er nach kurzer Auf-zählung einiger Werke auch der heidnischen Metamorphosen gedenkt. Alser dann von dem Schüler aufgefordert wird, auch der andern Schuldichterzu gedenken, spricht er über Terenz nur im Vorbeigehen, desgleichen überJuvenal, dem er einige Horazverse beilegt, und ganz kurz von Homer,dessen Werk von Pindarus ins Lateinische übertragen worden sei. 2 Auchüber Persius geht er ganz schnell hinweg, nachdem er den Begriff der Satireaus der Einleitung wiederholt hat, und ebenso macht er über Statius nurwenig Worte. Etwas ausführlicher spricht er über Vergil, obwohl ihm Ser-vms, den er benutzt zu haben scheint, eine viel ausgedehntere Grundlagegeboten hätte. Hiermit ist der eigentliche Abschluß erreicht, doch bringtKonrad noch einen größeren Anhang über den Vorteil der christlichen Stu-dien im allgemeinen und über die Artes des Trivium und Quadrivium imbesonderen. Er schließt mit einer Einteilung der gesamten Philosophie, wo-bei er sich zuletzt zum besseren Verständnis einer Darstellung im Bildebedient.

\ ^ e fript. eccl. 134. Hugo von Trimberg im Reg. mult. auct.164

*ast mit denselben Worten wie später (Wiener SB.116,145).