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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
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A. Schriftsteller des Triviums 193

Ueberlieferung. In ausgiebigster Weise wurden die Derivationen später benutztvon Johannes de Janua im Catholicon, vgl. Goetz a. a. O. S. 153 und Corp. gloss. 1,216. Benutzung durch Parisius de Altedo im Jahr 1297 bei Thurot, Not. et extr. 22,2 146. Auch Konrad von Mure verwendet sie im Fabularius, vgl. A. Mayer, Die Quel-len zum Fabularius des Konrad von Mure S. 13 und n. 44. S. 27. 31 ff. Eine Kompilationaus Hugutio, Papias, Isidor und Brito befand sich s. XV in Canterbury St. Augustin,vgl. M. R. James, The anc. libr. of Cant. and Dover 385 N. 1599. Dieses Werk scheintdem im Lips. CI (Rep. II fol. 22) vorhandenen ähnlich gewesen zu sein, da dies auchauf Papias, Hugutio, Brito und Isidor aufgebaut ist. Ein Petrus von Alinge (Allinges)in Genua hat um 1297 ein Repertorium der im Werke außerhalb des Alphabets behan-delten Worte vorangestellt, wie Paris. 7622 ergibt, auch im Paris. 7623 s. XIV, einähnliches im Paris. 16218 f. 237, ein anderes im Paris. 7625 C. Das Werk war in denalten Bibliotheken stark verbreitet und wird in alten Katalogen 69mal genannt. Dieälteste Aufschrift aus 1224 gehört zur Bibliothek Bernhards II. von St. Jago, die jüng-sten notierte ich aus Wien 1513 und Oxford 1524; 3mal oder öfter war das Werk vor-handen in Ramsey, Avignon, Dover, Durham und Clairvaux. Handschriften hat Goetz(Corp. gloss. 1,191 f.) 106 aufgeführt, zu denen ich Casin. 404 s. XIV hinzufüge. Be-sonders wichtig scheinen Paris. 7622 und 14090 s. XIII sowie Monac. 14056 s. XIIIund 12269 s. XIV zu sein. Vgl. G. Loewe, Prodr. gloss. p. 243 ff. Goetz, Leipz.SB. 1903, 121133 und Corp. gloss. 1,190196.

ImMonac. 18908 s.XIII steht Summa artisgrammaticeamagistroOguicione

composita, vgl. dazu M. Grabmann, Mittelalt. Geistesleben (1926) S. 110f.

b) De dubio accentu. Diese Schrift von kleinem Umfange beschäftigtsich mit dem Akzent bei Wörtern mit muta cum liquida und bei zusammen-gesetzten Wörtern, zugleich aber gibt sie prosodische Erläuterungen überdie Quantität von Wörtern. Sie ist vor dem großen Werke geschrieben, dasie hierin genannt wird. 1

Erwähnung im Liber derivat. s. v. quis (bei Hamann, Weitere Mitteil. a. d.Breviloquus Benthemianus p. XIII) de quatenus qualiter debeat proferri et litterari inlibello qui intitulatur de dubio accentu distinximus. Ueberlieferung im Paris. 8175 f. 4749, 2 7624. 7625. Auszüge bei Thurot, Not. et extr. 22, 2, 403 n. 6. 404 n. 1. 3. 57.405 n. 1 f. 421 n. 1. 430 n. 3. 436. Vgl. F. Haase, De med. aevi stud. philol. p. 32 ff.Berger, De gloss. et compend. exeget. p. XVII; Goetz, Leipz. SB. 1903, 122. 124.

c) Rosarium. Zu diesem Werke, das ebenfalls im Lib. derivationum s.v. edoerwähnt wird (Goetz a. a. O. S. 122) consulat libellum a nobis compositumqui intitulatur rosarium,vgl. B er gor a.a.O. p. XVII; esstehtimAmplon.Q69.Zu erwähnen ist endlich ein Vocabularius latino-germanicus Hugwiconis imMogunt. 314, vgl. Diefenbach, Glossarium latino-germanicum p. XIII,und daß sich in Rom 1339 eine Aufschrift fand, die vielleicht einen Auszugoder ein Fragment aus dem großen Werke darstellte, vgl. Archiv f. Litt, undKirchengesch. d. MA. 1, 341 N. 145 Librum Uguitionis diele carte cum post.et corio rubeo qui ineipit Prosidia quedam partis etc.

8. GUILELMUS MAGISTEREin Magister Wilhelm, der im 12. oder 13. Jahrhundert in Frankreich,vielleicht in Paris zu St. Viktor, lebte, hat eine Reihe von grammatisch-philologischen Schriften verfaßt, die sich heute nur in ganz vereinzelterÜberlieferung finden und also keine größere Verbreitung erlangt haben.Zunächst wurde er von seinen Genossen im Lehramte gebeten, eine alphabe-tisch geordnete Liste der in den lateinischen DeklinationenbefindlichenWorteaufzustellen, die in der Gegenwart, also zum Schulunterrichte, Verwendung

Zum Stoff des Werkes vgl. Goetz, 2,50 Sapientis est desidie marcescenti nonLeipz. SB. 1903,124n. suecumbere Esau. non plus ad presens.

Beginnt nach Thurot, Not. et extr. 22, amen.

H.d. A. IX 2,3 13