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3 (1931) Vom Ausbruch des Kirchenstreites bis zum Ende des zwölften Jahrhunderts
Entstehung
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174 Zweiter Abschnitt. Die Artes

zur Grammatik und Eberhardus Hispanus veranstaltete einen Auszug ausPetrus Helie.

In der zweiten Abteilung werden Schriften zum Quadrivium aufge-führt, doch haben bei der notwendigen Beschränkung des Stoffes nur sehrwenig Werke hier vorgelegt werden können. Hugo von St. Victor verfaßteeine Geometria, Wilhelm von Hirschau und Frutolf von Michelsberg schrie-ben De musica, Bernhardus Silvestris verfaßte den Experimentarius überAstronomie, Hugo de Folieto schrieb De natura avium, Hildegard von Bin-gen eine Physica und die medizinischen Causae et curae, Alexander Nec-kam De naturis rerum.

Die dritte Abteilung umfaßt Schoben und Exzerptsammlungen zu denAutoren der Artes. Arnulf von Orleans schrieb Schoben zu Lucan, Odo vonCambrai exzerpierte des Plinius Naturalis historia, Anselm von Laon gabSchoben zu Lucan, Vergil und Statius, Lambert von St. Omer stellte imLiber floridus ein großes Exzerptenwerk zusammen, Wilhelm von Malmes-bury verfaßte zwei wichtige Exzerptensammlungen aus der älteren Literaturund eine Abkürzung von Amalar Deofficiisecclesiasticis, Bobertus Canutuskürzte den Plinius zu neun Büchern ab und Clarembald von Arras kommen-tierte De trinitate des Boethius.

Die vierte Abteilung enthält die novellistische Prosadichtung, die Archäo-logie, Memorabilien und Staatsschriften. Petrus Alfunsi verfaßte eine Dis-ciplina clericalis, eine Beschreibung der Stadt Born findet sich in den Mirabi-lia Bomae, Johannes von Salisbury schrieb seinen Polioraticus, Johannesde Alta silva verfaßte den Dolopathos, Walther Map De nugis curialium,ein Engländer Gregorius beschrieb in der Narracio de mirabilibus Bomaedie antiken Kunstreste Boms, Giraldus Cambrensis schrieb das Speculumecclesiae und De principis instructione und Andreas Capellanus sein großesWerk De amore; ein unbekannter Verfasser stellte die Historia Septemsapientum zusammen.

In der fünften Abteilung ist die Epistolographie und die Literatur überBrieflehre vereinigt. Briefsammlungen besitzen wir von Petrus Damiani,Lanfranc, Gregor VII.; Alberich von Montecassino schrieb einen Liberdictaminum. Sehr reichhaltig ist die Sammlung von Briefen Hildeberts,wichtig sind Abaelards Briefe. Adalbertus Samaritanus verfaßte Preceptadictaminis und De dictamine, Udalrich von Bamberg stellte eine große Samm-lung im Codex Udalrici zusammen, Hugo von Bologna verfaßte Bationesdictandi, Henricus Francigena gab in der Aurea gemma eine Brieflehre. Brief-sammlungen sind weiter erhalten von Petrus von Cluni, Bernhard von Clair-vaux, Suger von St. Denis, Hildegard von Bingen, Wibald von Stablo, ArnulfvonLisieux, Thomas Becket, Guido vonBazoches, Johannes von Salisbury;Paulus Camaldulensis verfaßte Introductiones dictandi, Bernhard vonMeung eine Summa dictaminis, Johannes von Tilbury einen Brief überTachygraphie an den englischen König. Von unbekannter Seite erhielt sichder Donaueschinger Briefsteller und die Summa dictaminis Aurelianensis,von Stephan von Tournai eine Briefsammlung, ebenso von Petrus vonBlois, der aber auch einen Libellus de arte dictandi schrieb. Galfredus deVino salvo gab im Documentum auch eine Prosafassung seiner Poetria,