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Kleine bergische Vaterlandskunde : ein Neujahrsgeschenk für Schulkinder und zum künftigen Gebrauch auf Schulen bestimmt
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11auch sehr neugierig, wie man leicht bemerkenkann, wann man durch diese Waldungen reiſet.Zu ihrer Aufſicht, ſo wie zu ihrem Fangen, ſindeigene Jäger bestellt, welche alle Jahr die Jun-gen zeichnen, und von den Alten eine Anzahlfangen müßen. Das Einfangen iſt höchſt ſchwie-rig und sehenswürdig. Zu dem Ende werden siedurch viele dazu aufgebotene Menschen in eineneingezaunten Hof getrieben; der Jäger stellt sichin demſelben auf eine kleine Anhöhe und wirftdenen, die er fangen will, im Vorbeilaufen, ei-nen Strick um den Hals; das Pferd würgt sichdaran, fällt zur Erde und ist gefangen. Eskostet sehr viele Mühe, bis man sie gezähmt, undzum Reiten und Fahren tüchtig gemacht hat. Abernachher übertreffen sie an Ausdauer alle anderePferde, ſie werden ſehr alt und ſind faſt nichtzu verwüſten.Außer Düsseldorf, vor dem Ratingerthore,liegt der große und angenehme Hofgarten. Die-ſen ließ Churfürſt Carl Theodor im Jahr1769 aus sehr menschenfreundlichen Absichten an-legen, und verwandte dazu 10,102 Rthl.; nichtallein, um dadurch Einheimischen und Fremdenein öffentliches und wohlfeiles Vergnügen; son-dern auch zu der Zeit der arbeitenden VolksklasseVerdienst und Unterhalt zu verschaffen, weileben in diesem Jahr daselbst eine große Theurungherrschte. In diesem Garten wechselt die Kunstund die Natur, durch regelmäßige breite undſchmale Alleen; durch kleine und wilde Gebü-ſche, welche von Irrgängen durchſchnitten wer-den; durch wohlgewachsene Bäume von mancher-lei Gattung; durch wilde und einheimische Blu-men; durch Rasenbänke, Bildsäulen, Fontainenund Wasserbehälter; durch Gesang so vieler Vö-gel; durch das freie Umherwandeln mehrerertausend froher, munterer, vornehmer und