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2 (1883)
Entstehung
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264
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264 Ka P- !X. Die sociale Mechanik. Das Sittliche.

sie die Vorschrift erlässt, sie verbietet das Gefährliche, da-mit nicht das Schädliche daraus entstehe.

So verhält es sich in dem obigen Verhältniss mit derSitte und der Moral. Diese verbietet das an sich Schäd-liche, jene bloss das Gefährliche. Die geschlechtliche Ver-irrung des Weibes ist an sich schädlich, die Behauptungihrer Keuschheit und Tugend bildet ein unerlässlichesPostulat der sittlichen Ordnung, und die Moral verstattetdavon keine Ausnahme, das Gebot ist ein ebenso absolutes,ausnahmsloses, wie das Verbot der Brandstiftung. Aberdie Uebertretung der obigen Gebote der Sitte ist nicht ansich schädlich, sie ist gleich dem Betreten von Scheunen,Ställen mit offenem Lichte möglich, ohne dass daraus dermindeste Schaden hervorgeht.

Zweiter Zug: die prophylaktische Bestimmungder Sitte.

Sie ergibt sich aus dem Bisherigen von selbst: dieSitte verbietet das Gefährliche, damit das Schädliche nichtdaraus hervorgehe, sie wehrt dem unvorsichtigen Ge-brauche von Feuer und Licht, damit kein Feuer darausentstehe. Die Vorschrift ist nicht auf diejenigen berech-net, welche mit dem Licht umzugehen wissen: auf dieihrer Tugend völlig sicheren Personen weiblichen Ge-schlechts — sie gehen durch alle Gefahren und Ver-lockungen völlig unangefochten hindurch — sondern aufdiejenigen, welche dieser vollendeten Sicherheit entbehren— nicht auf die Starken, sondern auf die Schwachen. Aber