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2 (1883)
Entstehung
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174
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174 Kap. IX. Die sociale Mechanik. Das Sittliche.

zeigt es, welch' gewaltiger Fortschritt sich in unseren An-schauungen vollzogen hat, wenn, wie es bei uns in Deutsch-land augenblicklich der Fall, die Staatsgewalt sich dieVerwirklichung der Ideen zum Ziele gesetzt hat, derenblosses Aussprechen noch vor einigen Decennien dem Theo-retiker den vernichtenden Vorwurf eines Socialisten ein-getragen hätte. Der grosse Mann, dem wir Deutschen diepolitische Wiedergeburt unseres Vaterlandes verdanken,hat auch in dieser Richtung seinen weittragenden staats-männischen Blick und seine bekannte Vorurteilslosigkeitund Unerschrockenheit bewährt; auch hier ist er eswiederum gewesen, welcher mit eiserner Faust das Thorzu öffnen sich anschickt, durch welches der Weg der Zu-kunft hindurchführt.

Leicht ist im Vergleiche damit die Arbeit, welche dieTheorie zu vollbringen hat, aber auch sie will getban sein.Indem ich der blossen Anläufe, die in dieser Richtunggeschehen sind, unter denen in erster Linie die Ethik desjüngeren Fichte (Immanuel Hermaawa Fichte, Systemder Ethik, Leipzig, 2 Bde. 18501853) zu nennen seindürfte, geschweige, hebe ich nur dasjenige Werk hervor,in dem die gesellschaftliche Theorie meines Wissens zumersten Mal als wissenschaftliches System und unter dementsprechenden Namen der Socialethik*) den Boden der

*) Der Name: Socialethik ist zwar auch von Andern gebrauchtworden, aber nicht in dem Sinne der auf die gesellschaftliche An-sicht gebauten gesammten Ethik, sondern er dient ihnen bloss zur