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2 (1883)
Entstehung
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136
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] 36 Kap. IX. Die sociale Mechanik. Das Sittliche.

decken sollen: zur Zeit wissen wir darüber noch nichts.Aber zweifellos ist, dass beide auseinander gehen können.Die Fortpflanzung des Menschengeschlechts ist objectivZweck der Natur, etwas, was sie erreichen will, aber dassubjective Motiv, das sie zu dem Zwecke beim Menschenin Bewegung setzt, ist die Lust. Die Mutter, welche dasKind bestimmen will, die Arzenei einzunehmen, bedientsich des Stücks Zucker, um dasselbe willig zu machen;Zweck ist, dass das Kind gesund werde, Motiv für dasKind die Medicin zu nehmen, ist das Stück Zucker. Somüssen wir es auch von vornherein beim Sittlichen alsmöglich anerkennen, dass Zweck und Motiv auseinander-fallen, dass auch neben dem Sittlichen ein Stück Zuckerliegt, durch welches der Zweck desselben erreicht werdensoll, jedenfalls aber haben wir beide Begriffe genau zuunterscheiden.

Von dem Motive des Sittlichen handelt der zweite Theilunserer Untersuchung, vom Zweck der gegenwärtige. Inder bisherigen Behandlung der Ethik ist die letztere Fragezur Ungebühr über der ersten vernachlässigt worden. Diewissenschaftliche Bewegung auf diesem Gebiete dreht sichseit einem Jahrhundert fast nur um das Verhalten desSubjects zum Sittengesetz, nicht um die objective Be-deutung und Bestimmung desselben. Die drei Fundamen-talrichtungen innerhalb der Ethik, welche diese Periodeuns aufweist: der sittliche Eudämonismus, der katego-rische Imperativ Kants und der subjective Utilitarismus