XX Vorrede.
des Grundrisses eines Gebäudes den logischen Aufbaudes Ganzen in einer Weise veranschaulichen, dass er da-durch nicht bloss in Stand gesetzt wird, die Eichtigkeitdes Planes zu beurtheilen, sondern dass er, wenn er sichdenselben in seinen grossen Umrissen eingeprägt hat, alsProbe auf die ihm von mir nachgerühmte Eigenschaftstreng logischer Entwicklung in der Lage sein muss, beietwaigem späteren Suchen nach einem der vielen von mirberührten Punkte genau die Stelle anzugeben, wo der-selbe sich finden muss.
Wie im vorigen Bande, so habe ich auch im gegen-wärtigen der Sprache eine ganz ausserordentliche Beach-tung geschenkt. Ueber die Autorität, welche sie in allenethischen Dingen beanspruchen kann, habe ich mich imBuche selber (S. 15 ff.) geäussert. Ich glaube es nichtbedauern zu sollen, dass ich stets in erster Linie sie umAuskunft angegangen bin, sie hat mir dieselbe fast nieversagt, wohl aber umgekehrt mir nicht selten Aufschlüssegewährt, die mich mit wahrem Staunen über den Tief-sinn der Sprache erfüllt haben, zugleich freilich auch überdie Achtlosigkeit der Wissenschaft, die an den am Wegeliegenden Diamanten vorübergegangen ist, als wären esKieselsteine. Lerne beim Volke selber, wie das Volkdenkt und fühlt — das ist die Maxime, die ich bei diesemWerke stets unverrückt im Auge behalten habe und be-halten werde; die damit gewonnenen Besultate werdenlehren, ob ich wohl daran gethan habe, mich von derAutorität der bisherigen wissenschaftlichen Lehre undMethode loszusagen und beim Volke, d. i. bei der Sprachein die Lehre zu gehen.
Der Umstand, dass mein Werk stückweise erscheint,